NSA-Bespitzelung: Tim Berners-Lee zeigt sich besorgt

11. Juni 2013, 12:02
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Der Erfinder des World Wide Web kritisiert PRISM und fordert User zum Einfordern von Rechten auf

Nach den Enthüllungen der letzten Tage, die immer mehr Details zum US-Überwachungsprogramm PRISM hervorbrachten, melden sich nun auch jene zu Wort, die das Internet maßgeblich beeinflusst und geprägt haben. Tim Berners-Lee, der Erfinder des WWW, kritisiert das Bespitzelungsprogramm der US-amerikanischen Behörden und meint laut Wired, diese Eingriffe würden die Fundamente einer demokratischen Gesellschaft gefährden.

Internet als integraler Bestandteil des Lebens

Der Financial Times gegenüber sagt Berners-Lee weiter, dass die unberechtigte Bespitzelung durch einen Staat einen Eingriff grundlegender Menschenrechte verletze. Das Web, so Berners-Lee, sei in den letzten 20 Jahren ein integraler Bestandteil unseres Lebens geworden. Die Beobachtung der Nutzung würde auch intimste persönliche Details hervorbringen. Alleine das Speichern dieser Informationen würde ein Problem sein, da man nicht wisse, wer Zugang dazu hat.

Aufforderung

Berners-Lee fordert Internetnutzer deshalb auf, Rechte einzufordern und Sicherheitsmaßnahmen zu treffen, um Online-Kommunikation vor Fremden zu schützen. Weiters fordert er, dass User informiert werden, wenn solche Daten über sie angefordert werden. (red, derStandard.at, 11.6.2013)

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    Tim Berners-Lee war maßgeblich an der Erfindung des World Wide Web beteiligt

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