Weltkriegsbomber aus dem Ärmelkanal geborgen

Ansichtssache11. Juni 2013, 10:48
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Deutsche Dornier Do 17 ist letzte erhaltene Maschine dieses Typs - Komplizierte Bergung kostete 400.000 Euro

London - Am Sonntagabend war sie noch das Aufmacherthema der Wissenschafts-Wochenschau, nun ist sie aus den Fluten des Ärmelkanals aufgetaucht: Die einzige (mehr oder weniger) erhaltene Maschine des Typs Dornier Do 17. Das Flugzeugwrack aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am Montag nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen bei Goodwin Sands gehoben.

Das Flugzeug war vor mehr als 70 Jahren vor der Küste von Kent von den Briten abgeschossen worden und lag 15 Meter tief auf dem Grund des Ärmelkanals. Es war 2008 entdeckt worden, die Bergung kostete nach Angaben des Senders BBC rund 345.000 Pfund (405.000 Euro). Es soll nun in eines der Museen der Royal Air Force gebracht werden.

Wegen ihres schlanken Rumpfs wurde die Dornier 17 "fliegender Bleistift" genannt. Insgesamt wurden knapp 2.000 Stück gebaut, davon entfielen auf die Variante Z-2 wie das nun geborgene Exemplar etwa 20 Prozent. In Museen befanden sich bisher nur Teile dieses Flugzeugtyps. (red, derStandard.at, 11.6.2013)


Wikipedia: Dornier Do 17

Royal Air Force Museum: Dornier 17 Project

Das Museum der Royal Air Force bittet um Spenden für die Restaurierung des Flugzeugs.

Nach mehr als 70 Jahren durchbricht die Maschine wieder die Wasseroberfläche.

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Die Hebung erfolgte von einer Plattform aus mit Spezialkränen.

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Eine besondere Herausforderung war die Bergung in einem Stück.

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Nun wartet mit der Konservierung des Wracks eine weitere Großaufgabe.

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Der Weltkriegsbomber wurde 2008 auf dem Grund des Ärmelkanals entdeckt.

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Mit Sonar wurde die Fundstelle detailliert vermessen.

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Eine frühe Variante der Dornier Do 17 im Jahr 1937.

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Ein "fliegender Bleistift" im Einsatz.

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