Versicherer erwarten über 1,8 Mrd. Euro Schaden

10. Juni 2013, 20:17
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Höherer Betrag in Deutschland als bei Flut von 2002 - In Tschechien dürften Schäden geringer sein als damals

Frankfurt/Prag - Die deutschen Versicherer rechnen damit, dass das Hochwasser in Deutschland in diesem Jahr mehr Schaden angerichtet hat als die Flutkatastrophe vor elf Jahren. "Wir müssen derzeit davon ausgehen, dass der Schaden durchaus höher sein kann als bei der Elbe-Flut 2002", sagte der Chef des Branchenverbandes GDV, Alexander Erdland, der Nachrichtenagentur Reuters am Montag vor einem Treffen mit Wirtschaftsminister Philipp Rösler.

Das Hochwasser 2002 hatte die Branche 1,8 Milliarden Euro gekostet, die volkswirtschaftlichen Schäden waren aber deutlich höher. Nur ein Drittel aller deutschen Haushalte sind gegen Naturgefahren versichert, bei den Industriefirmen ist es die weit überwiegende Mehrheit.

"Belastbare Schadenhöhen erhalten wir aber erst von den Versicherungsunternehmen, wenn das Wasser abgeflossen ist und die Schäden sichtbar werden", erklärte der GDV. "Noch dauert die Scheitelhöhe an."

78 Millionen Euro Schäden in tschechischer Landwirtschaft

Die durch Unwetter und Überschwemmungen verursachten Schäden in der tschechischen Landwirtschaft belaufen sich Schätzungen zufolge auf rund zwei Milliarden Kronen (78 Millionen Euro). Das teilte der Chef der tschechischen Landwirtschaftskammer, Jan Veleba, am Montag auf einer Pressekonferenz mit. Nicht inbegriffen in dieser Summe sind demnach die Kosten für die Wiederherstellung der Agrarflächen und der überschwemmten Gebäude. Dennoch ist das Ausmaß der Schäden geringer als bei der sogenannten Jahrhundertflut 2002, als sie 3,6 Milliarden Kronen (140 Millionen Euro) betrugen.

Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums wurden dieses Jahr gut 55.000 Hektar landwirtschaftliche Flächen überschwemmt. (APA/red, derStandard.at, 10.6.2013)

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