Betrunkener wollte Zweijährigen in Salzburg über Böschung werfen

10. Juni 2013, 17:08
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Zeugen konnten im Pinzgau Gewalttat gerade noch verhindern

Zell am See/Graz - Den zweieinhalbjährigen Sohn seiner Lebensgefährtin hat am Sonntag ein 29-jähriger Steirer im Saalachtal im Salzburger Pinzgau während eines Streits aus der Wohnung entführt. Der alkoholisierte Mann - er ist nicht der Vater - hat dann versucht, das Kleinkind über eine Böschung zu stoßen. Zeugen konnten dies aber noch verhindern und den Buben vor dem Absturz retten, teilte die Polizei am Montagnachmittag mit.

Der Steirer und seine 25-jährige Freundin waren in Streit geraten. Dabei ging der Mann mit Gewalt gegen die Pinzgauerin vor und verletzte sie. Gegen 20.00 Uhr verschwand der 29-Jährige mit dem Buben aus der Wohnung. Passanten beobachten den Mann, wie er gerade das Kind über eine Böschung werfen wollte. In letzten Sekunde konnten sie einschreiten und die Tat verhindern. Eine 22-jährige Frau wurde dabei von dem rabiaten Mann im Gesicht verletzt. Die Polizei konnte den Mann schließlich überwältigen.

Würgemale an Hals des Buben

Der Bub erlitt Würgemale am Hals und Rötungen im Gesicht. Er wurde ebenso wie seine Mutter und die verletzte Passantin in das Krankenhaus gebracht. Ein Alko-Vortest beim Täter ergab einen Wert von 1,3 Promille.

Nach Angaben einer Polizeisprecherin dürfte seine Gewaltbereitschaft schon bekannt sein. Der Mann wird wegen versuchten Mordes, Kindesentführung und weiterer Gewaltdelikte angezeigt. Bei der Ersteinvernahme zeigte er sich nicht geständig. (APA, 10.6.2013)

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