Tüftler macht Raspberry Pi zur Handheld-Konsole

10. Juni 2013, 13:48
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Umbau der Platine notwendig, MAME als Software-Grundlage

Dass sich mit dem 35-Dollar-PC Raspberry Pi einiges anstellen lässt, ist längst kein Geheimnis mehr. Automatisierte Hotspots zur Umgehung von Zensur, Drohnendetektoren oder Mediacenter zeugen von den vielfältigen Möglichkeiten. Der bekannte Tüftler Ben Heck zeigt nun, wie man aus dem Pi eine kleine Handheld-Konsole für alte Arcade-Games macht.

Überschaubarer Aufwand

Er nutzt dazu den Raspberry Pi in der aktuellen B-Version, zwei wiederaufladbare Batterien, das LCD-Display eines Autokonsolenbildschirms sowie die Steuerelemente eines USB-Gamecontrollers. Der finanzielle Aufwand für das Projekt hält sich also in überschaubaren Grenzen.

Nachdem es gelingt, das Display zum Laufen zu bekommen, wird die Form des Geräts konzeptioniert. Um in handlichen Dimensionen zu bleiben, wird auch die Pi-Platine selbst umgebaut. Unter anderem entfernt Heck den Ethernet-Port zugunsten des Rumble Packs und verlegt den USB-Konnektor.

Spielen mit MAME

Die Linuxdistribution auf der Konsole startet nach dem Hochfahren automatisch den Multiple Arcade Machines Emulator (MAME). In diesem werden die Tasten des Controllers den Tasten eines Keyboards zugewiesen, um das System ohne externer Tastatur bedienbar zu machen. Am Ende des ersten Teils des Videotutorials ist die Konsole fertig auskonzeptioniert, wie DigitalTrends zusammenfasst.

In zweiten Teil, der nächste Woche folgen soll, widmet sich Heck schließlich dem Case der mobilen Unterhaltungsmaschine. Dieses dürfte er wohl per 3D-Druck verwirklichen. (red, derStandard.at, 10.06.2013)

(Video: Ben Heck Show)

  • So sieht das fertige Bastelprojekt aus.
    foto: the ben heck show

    So sieht das fertige Bastelprojekt aus.

  • Proof-of-Concept: Der umgebaute Raspberry Pi startet MAME.
    foto: the ben heck show

    Proof-of-Concept: Der umgebaute Raspberry Pi startet MAME.

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