Die Mobile-Commerce-Pläne der Krone Multimedia

10. Juni 2013, 11:18
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krone.at testet das Geschäft mit der Kundenweiterleitung an Partnershops - Mobile-Commerce-App kommt im Juli

Die Zugriffszahlen über mobile Endgeräte auf Nachrichtenseiten steigen, die passenden Geschäftsmodelle zur Monetarisierung des neuen Nutzerverhaltens fehlten bisher. Peter Rathmayr, CEO der Krone Multimedia, will nun im Juli erste Tests zu Mobile Commerce starten. derStandard.at konnte dem Technik-Aficionado Details zu seinen Businessplänen entlocken.

"Wir starten im Juli mit einem zarten Pflänzchen", beginnt Rathmayr über die neue Zuverdienstmöglichkeit zu erzählen, "immerhin haben wir alles was man dazu braucht: Reichweite und Content". Mit dem zarten Pflänzchen meint er die kontext-sensitive Verlinkung innerhalb von Artikeln. Dabei werden Begriffsgruppen oder Schlüsselwörter mit passenden Shopangeboten verknüpft, der Contentanbieter erhält laut Rathmayr bei Kaufabschluss üblicherweise zehn Prozent des Warenkorbs als Bonus. 

Fokus auf Ratgeberseiten

Im Fokus der mobilen Offensive stehen die Ratgeberseiten auf krone.at wie "Gesund & Fit" oder "Haustiere". Es gehe um die Nutzung des Longtails, sagt Rathmayr, und um Vertikalisierung: "Wir wollen den Traffic über die Flagships zu den Unterseiten rüberschleusen, wie Axel Springer das mit Stylebook.com macht". In Folge sei auch die Konkurrenz zu den nebenstehenden Banneranzeigen mitzudenken, bei Erfolg müsse über die Integration eines Real-Time-Bidding-Systems nachgedacht werden, sinniert der Krone Mulitmedia Chef.

"Natürlich wird der Mobile Commerce anfangs nur ein kleines zusätzliches Standbein sein, für das wir E-Commerce mit dem klassischen Content-Management-System verheiraten", erklärt Rathmayr. Deshalb wird im Juli im ersten Schritt eine eigene App gelauncht, ein "mobiles Vertical in der Nähe des Lifestylebereichs", mehr will er noch nicht verraten: "Wenn das Angebot ein Erfolg wird, gibt es auch die Überlegung, in Richtung Desktop zu gehen."

Mobile Team erweitert

Die Umsetzung des Projekts erfolgt laut Rathmayr komplett inhouse: "Wir haben im Zuge der Umstrukturierung neue Leute eingestellt, den Bereich Mobile verstärkt und insgesamt an Geschwindigkeit zugelegt." (tara, derStandard.at, 10.6.2013)

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    Peter Rathmayr will mobile neue Geschäftsfelder erschließen.

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