Leitbörsen in Fernost schließen mehrheitlich fester

10. Juni 2013, 12:34
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Chinesische Autowerte unter Druck

Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Montag mehrheitlich fester tendiert. Der Nikkei-225 Index in Tokio verteuerte sich um 636,67 Zähler oder 4,94 Prozent auf 13.514,20 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 39,83 Zähler (plus 0,18 Prozent) auf 21.615,09 Einheiten. Der Shanghai Composite reduzierte sich um 30,00 Punkte oder 1,36 Prozent auf 2.240,90 Punkte.

Uneinheitlich schlossen auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.200,51 Zählern mit einem Plus von 15,79 Punkten oder 0,50 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel um 0,89 Prozent auf 4.729,30 Einheiten.

Die guten Arbeitsmarktdaten aus den USA ließen die asiatischen Börsen mit Gewinnen aus dem Handel gehen. „Die US-Arbeitsmarktdaten geben dem Markt den größten Auftrieb, weil sie gut waren - aber nicht gut genug, um Bedenken zu schüren, dass die Stimuluspolitik zurückgenommen würde", erklärte ein Börsianer. Auch die Nachricht des japanischen Government Pension Investment Fund, des weltgrößten Pensionsfonds, dass er Anleihen verkaufen werde um mehr Aktien kaufen zu können, kurbelte die Risikofreude der Investoren an.

In Hongkong verloren besonders die Aktien von chinesischen Bauunternehmen an Boden. So schlossen China Resources Land mit einem Minus von 2,83 Prozent bei 22,35 Hongkong Dollar. Die Papiere von China Overseas Land & Investment, dem größten chinesischen Immobilienhändler an der Hongkonger Börse, verloren bis Börsenschluss 1,14 Prozent.

Auch chinesische Autowerte litten nach einem Bericht über die gefallenen Pkw-Verkaufszahlen im Mai. BYD fielen um 3,37 Prozent auf 31,55 Hongkong Dollar. Die Anteilsscheine von Brilliance China Automotive, dem chinesischen Partner von BMW, rutschten bis zum Ende des Handelstages um 1,93 Prozent auf 8,63 Hongkong Dollar.

Unter dem Eindruck der guten US-Daten hingegen erstarkten die klassischen chinesischen Exportwerte. Die Aktien des Walmart-Zulieferers Li & Fung beendeten den Börsentag mit einem Plus von 1,26 Prozent bei 11,24Hongkong Dollar.

Auch Yue Yuen Industrial schlossen klar im positiven Bereich mit einem Gewinn von 2,74 Prozent bei 20,65 Hongkong Dollar. Der Bekleidungskonzern liefert unter anderem an Nike. Die Papiere von Man Wah legten bis Börsenschluss 0,54 Prozent zu. Der Sofahersteller macht etwa die Hälfte seiner Umsätze in den USA.

In Tokio trieb der schwächere Yen die japanischen Exportwerte, die in die USA liefern, in die Höhe. Klassische japanische Exportwerte sind Papiere der Auto- und Elektrobranche. So schlossen die Aktien des weltgrößten Autobauers Toyota mit einem klaren Plus von 8,58 Prozent bei 5.950,00 Yen.

Bei den japanischen Elektronikwerten legten Sony 6,80 Prozent zu und schlossen bei 1.980,00 Yen. Spitzenwert im Nikkei-225 Index waren am Ende des Tages die Anteilsscheine von Sharp. Sie gingen mit einem soliden Plus von 15,21 Prozent bei 462,00 Yen aus dem Handel. Der Hersteller von Fernsehern wird Anteile im Wert von 6 Mrd. Yen an Qualcomm verkaufen, um die zweite Hälfte einer finanziellen Kooperation zur Entwicklung von Displays zu vervollständigen. (APA, 10.6.2013)

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