Neue Berichte über Kriegsverbrechen in Syrien

10. Juni 2013, 05:59
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Syrische Streitkräfte sollen laut Opposition nach Einnahme von Qusair 100 Menschen erschossen haben

Damaskus - Im syrischen Bürgerkrieg sollen neue Kriegsverbrechen verübt worden sein. Mitglieder der Opposition warfen den Streitkräften von Präsident Bashar al-Assad am Sonntag vor, nach der Einnahme von Qusair in der vergangenen Woche mindestens 100 Menschen erschossen zu haben, die vor den Kämpfen geflüchtet seien.

Die Stadt war von syrischen Soldaten und radikalen Schiiten der libanesischen Hisbollah-Miliz eingenommen worden. Die oppositionelle Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, radikal-islamische Rebellen hätten in Aleppo einen 15-Jährigen vor den Augen seiner Eltern wegen Blasphemie erschossen. Große Teile der Stadt werden seit dem vergangenen Jahr von den Rebellen kontrolliert. Zu ihnen gehören auch Islamisten, die der Al-Kaida nahe stehen.

Die Angaben aus Syrien können nicht überprüft werden, weil unabhängige Medien kaum Zugang haben. Bei dem seit mehr als zwei Jahren anhaltenden Bürgerkrieg sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen mehr als 80.000 Menschen getötet worden. (APA, 10.6.2013)

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