Zwölf Gegner der Homosexuellen-Ehe bei French Open verhaftet

10. Juni 2013, 09:55
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Centre Court mit Fackel gestürmt - Proteste auch am Neben-Court - Turnierdirektor: "Diese Leute sind einfach Taugenichtse"

Paris - Während des Endspiels der French Open in Paris hat die Polizei zwölf Personen wegen Protesten gegen die Legalisierung der Homosexuellen-Ehe in Frankreich in Gewahrsam genommen. Nach Polizei-Angaben vom Sonntagabend kam es während des Endspiels zwischen Rafael Nadal und seinem spanischen Landsmann David Ferrer in Paris nicht nur auf dem Centre Court zu einem Zwischenfall.

Am Court Suzanne Lenglen, wo Tennisfans Nadals Sieg auf einem Großbildschirm verfolgen konnten, seien sechs Demonstranten mit freiem Oberkörper und Masken von Sicherheitskräften der Polizei übergeben worden. Sie sollen auf einem Transparent den Rücktritt von Präsident Francois Hollande gefordert haben.

"Taugenichtse"

Auf dem Court Philippe Chatrier hatten während des Finales zunächst vier Zuschauer auf der Tribüne mit einem Transparent ("Hilfe! Frankreich trampelt auf Kinderrechten") protestiert und wurden hinausgeführt. Ein Mann mit freiem Oberkörper, Maske und einer bengalischen Fackel schaffte es sogar auf den Platz in die Nähe von Nadal, ehe er von einem Sicherheitsmann überwältigt wurde.

"Ich hatte im ersten Moment ein bisschen Angst. Das sind Momente, die man nicht verhindern kann. Die Sicherheitskräfte waren sehr mutig", sagte Nadal. Turnierdirektor Gilbert Ysern entschuldigte sich bei den Profis und verurteilte das Benehmen der Demonstranten: "Sie waren kurz beunruhigt, aber wir wurden schnell abgesichert. Diese Leute sind einfach Taugenichtse." (APA/Reuters, 9.6.2013)

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