Stöger zu Köln? Eine Frage des Preises

9. Juni 2013, 18:30
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Austria-Meistertrainer will unbedingt zum finanzmaroden 1. FC Köln - Angebot und Nachfrage der Vereine aber weit auseinander

Wien - Ohne den Wunschtrainer hebt heute, Montag, beim 1. FC Köln unter Leitung von Torhüter-Coach Alexander Bade die Vorbereitung auf die am 19. Juli beginnende Saison in der zweiten deutschen Bundesliga an. Dabei wäre Peter Stöger gerne dabei. "Ich hoffe, dass der Wechsel zustande kommt, ich habe das Gefühl, dass ich für Köln der absolute Wunschkandidat bin, dass sie um mich kämpfen. Ich verstehe aber natürlich auch die Austria", sagte der Meistertrainer am Sonntag.

Die Austria dürfte sich mit Stögers Abgang, bereits abgefunden haben, es geht nur noch um den Preis, zu dem der 47-Jährige aus seinem noch eine Saison laufenden Vertrag entlassen wird, um Nachfolger des zurückgetretenen Holger Stanislawski zu werden. Gemunkelt wird vom Wunsch nach einer Million Euro, die Kölner hätten nicht einmal ein Drittel dieser Summe angeboten.

Am Freitag und am Samstag konnten die Rheinländer bei Verhandlungen in Wien keine Einigung erzielen. "Wir sind uns mit Stöger einig, wir wollen ihn, er will zu uns. Wir bleiben optimistisch", sagte Geschäftsführer Alexander Wehrle dem Kölner Express. "Die Gespräche sind endgültig abgebrochen und beendet", hielt dem Austrias Finanzvorstand Markus Kraetschmer brüsk entgegen.

Klammes Köln

Der dreimalige deutsche Meister, den grobe wirtschaftliche Sorgen plagen - 30 Millionen Verbindlichkeiten - soll jetzt einmal nachlegen. Könnte er das in größerem Umfang, gäbe es gerüchteweise bereits längst einen neuen Trainer. So sollen schon die Verpflichtungen von Salzburgs Roger Schmidt, von Mike Büskens, der lieber Fortuna Düsseldorf zusagte, von Österreichs Teamchef Marcel Koller am Geld gescheitert sein.

Die Austria ist derweil allerdings nicht blauäugig und plant zur Vermeidung eines ordentlichen Veilchens zweigleisig. "Wir wären schlecht beraten, dies nicht zu tun. Natürlich haben wir auch Alternativszenarien durchgedacht", sagte Kraetschmer. Stögers Assistent Manfred Schmid soll wie Ralph Hasenhüttl und Walter Kogler ein Kandidat sein. Der 42-Jährige könnte Stöger aber auch nach Köln folgen. (red, DER STANDARD, 10.6.2013)

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    Noch hat Peter Stöger seinen Hut in Favoriten nicht genommen.

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