In Deutschland boomt das eBook

8. Juni 2013, 12:46
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Print-Verkäufe gehen zurück - eReader erobert sogar Schlafzimmer

Nirgendwo auf der Welt werden in Relation zur Einwohnerzahl mehr Bücher verkauft als in Deutschland. Dies behauptete zumindest der Börsenverein des deutschen Buchhandels bei einer Pressekonferenz am Freitag. Gerade der Online-Buchhandel würde im Nachbarland boomen, so gebe es laut einer kürzlich durchgeführten Umfrage, Personen, die künftig nur noch elektronisch lesen möchten. Jürgen Horbach vom Börsenverein gab außerdem an, dass die E-Reader sogar die Schlafzimmer erobern, was sich der "Verein nicht gedacht hätte".

Kannibalisierung und Kulturkiller

Trotz der eigentlich erfreulichen Nachrichten zeigt sich der Buchhandels-Verein kritisch. So wurde im Zusammenhang mit den steigenden E-Book-Verkäufen und den sinkenden Print-Absätzen von einer "Kannibalisierung" gesprochen. Größter Gegner ist immer noch Amazon, der laut dem Verein ein "Kulturkiller" ist. Weiters wurde ausgeführt, dass jeder zweite deutsche Buchhändler in den kommenden Jahren "Umsatzrückgänge im klassischen Sortiment" erwartet. Die Verlage würden mit den E-Book-Verkäufen bereits auf zehn Prozent ihres Umsatzes kommen. (red, derStandard.at, 08.06.2013)

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