Fall Heidrun W.: Auch Zeugen ändern Aussagen

7. Juni 2013, 18:23
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Angeklagter will mutmaßliches Verbrechen vor zwölf Jahren nicht begangen haben - Von Leiche fehlt bis heute jede Spur

Wiener Neustadt - Am Landesgericht Wiener Neustadt wurde Freitag der Mordprozess im Fall Heidrun W. mit Zeugenbefragungen fortgesetzt. Der 42-jährige Beschuldigte soll die 37-jährige verheiratete Mutter eines sechsjährigen Sohnes bei einem spontanen Spaziergang in der Buckligen Welt einen Abhang hintergestoßen haben. Dann soll er die Sterbende liegengelassen haben. Der Angeklagte hat mehrere Versionen zum Tathergang geliefert.

Von Leiche fehlt jede Spur

Zuletzt behauptete er, dass der Ehemann des Opfers aus Eifersucht seine Frau angerempelt und dann den Ort verlassen habe, ohne den Ernst der Lage zu erkennen. Er selbst, so der Angeklagte, sei in Panik weggelaufen. Seit dem Vorfall sind zwölf Jahre vergangen, von der Leiche fehlt bis heute jede Spur, die Frau wurde mittlerweile für tot erklärt. Ob mutmaßlicher Täter und Opfer ein Verhältnis hatten, konnten Zeugen vor Gericht nicht klären. Auch sie, darunter die derzeitige Lebensgefährtin des Beschuldigten, machten zum Teil andere Angaben als noch bei den Polizeiermittlungen. Das Urteil ist für 26. Juni geplant. (red, DER STANDARD, 8./9.6.2013)

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