Europas Leitbörsen schließen mit Gewinnen

7. Juni 2013, 19:43
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Frankfurt am Main - Die europäischen Leitbörsen haben sich am Freitag nach gut aufgenommenen US-Arbeitsmarktdaten mit deutlichen Gewinnen ins Wochenende verabschiedet. Der Euro-Stoxx-50 schloss 47,87 Punkte oder 1,79 Prozent höher bei 2.724,08 Zählern. Die Börsen reagierten anfangs mit leichten Gewinnen auf die mit Bangen erwarteten Arbeitsmarktdaten, konnten ihr Plus dann aber bis Handelsschluss kräftig ausbauen.

Das US-Arbeitsministerium hatte für Mai 175.000 neu geschaffene Stellen außerhalb der Landwirtschaft gemeldet. Analysten hatten nur mit einem Zuwachs um 163.000 Stellen gerechnet. Allerdings wurde der Zuwachs in den beiden Vormonaten März und April um insgesamt 12.000 Stellen nach unten korrigiert. Die ebenfalls gemeldete Arbeitslosenquote legte überraschend um 0,1 Punkte auf 7,6 Prozent zu. Ökonomen hatten mit einer konstanten Quote gerechnet.

Die Zahlen dürften das Bild einer moderaten Erholung untermauern, waren aber gleichzeitig nicht stark genug um ein Ende der lockeren Zinspolitik zur Stimulierung der Märkte zu indizieren, sagten Analysten. Denn die US-Notenbank hatte ein Ende ihrer lockeren Geldpolitik an eine nachhaltige Konjunkturaufhellung und insbesondere an eine bessere Entwicklung am Arbeitsmarkt geknüpft.

Die Arbeitsmarktdaten aus den USA waren mit Spannung erwartet worden, da sich die Märkte davon Hinweise auf die künftige Zinspolitik der US-Notenbank Fed erhofft hatten. Zuletzt wurden die Börsen von Ängsten belastet, dass die Fed ihre Anleihenkäufe zur Wirtschaftsstimulierung bei guten Wirtschaftsdaten bald zurück fahren könnte.

Die europäischen Blue-Chip-Aktien konnten zu Wochenschluss auf breiter Front zulegen. Besonders deutliche Gewinne konnten einige Einzelwerte nach Analystenempfehlungen verbuchen. So stiegen in London BT Group um 3,68 Prozent auf 312,80 Pence, nachdem die Analysten von Barclays ihre Empfehlung für die Aktie auf "overweight" hochgestuft haben.

Im Euro-Stoxx-50 fanden sich vor allem Finanzwerte unter den größeren Gewinnern. An der Spitze des Index rangierten AXA (plus 4,15 Prozent), Münchener Rück (plus 4,00 Prozent) und Deutsche Bank (plus 3,75 Prozent). Die einzigen Verlierer waren UniCredit (minus 0,73 Prozent).  (APA, 7.6.2013)

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