Pascale Ehrenfreund wird erste Frau an der Spitze des FWF

7. Juni 2013, 10:30
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Astrobiologin war bisher in den USA tätig - Bisherige Vizepräsidentin Christine Mannhalter wurde wiederbestellt

Wien - Pascale Ehrenfreund wird neue Präsidentin des Wissenschaftsfonds FWF. Die derzeit als Professorin für Space Policy and International Affairs an der George Washington University (USA) tätige Astrobiologin (Jahrgang 1960) wurde Donnerstag Nachmittag von der Delegiertenversammlung des Fonds als Nachfolger von Christoph Kratky gewählt, der seit 2005 an der Spitze des vor allem Grundlagenforschung fördernden FWF stand und nach drei Amtsperioden nicht mehr kandidieren konnte. Sie wird die erste Frau an der Spitze des 1968 gegründeten Wissenschaftsfonds.

Amtsantritt im September

Ehrenfreund konnte sich in der aus VertreterInnen der Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammengesetzten Delegiertenversammlung des FWF bereits im ersten Wahlgang und mit klarer Mehrheit gegen die Innsbrucker Historikerin Brigitte Mazohl und den Wirtschaftswissenschafter und ehemaligen Rektor der Uni Wien, Georg Winckler, durchsetzen, die ebenfalls auf dem Dreiervorschlag des FWF-Aufsichtsrats standen.

Zu Vizepräsidenten wurden Hermann Hellwagner, zuständig für die Abteilung Naturwissenschaften und Technik, und Alan Scott (Abteilung Geistes- und Sozialwissenschaften) gewählt, die bisherige Vizepräsidentin Christine Mannhalter (Abteilung Biologie und Medizin) wurde wiederbestellt. Der Amtsantritt des neuen Präsidums erfolgt im September, bestellt ist es für eine dreijährige Amtsperiode.

Wissenschafterin am NASA-Astrobiologieinstitut

Ehrenfreund (geboren 1960) hat an der Uni Wien Astronomie und Biologie studiert und wurde 1990 in Astrophysik promoviert. Nach verschiedenen Stationen war sie u.a. Professorin für Astrobiologie an den Universitäten Amsterdam und Leiden und ist seit 2008 nicht nur leitende Wissenschafterin am NASA-Astrobiologieinstitut, sondern auch Professorin für Space Policy and International Affairs an der George Washington University. Wissenschaftlich hat sie sich u.a. mit der Identifikation organischer Moleküle im Weltraum und speziell der Suche nach Leben am Mars beschäftigt. (APA, 6.6.2013)

  • Artikelbild
    foto: fwf - peter hautzinger
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