Stift Kremsmünster: Geld aus Zivilklage soll gespendet werden

    7. Juni 2013, 10:13
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    Kläger wollen es einem Verein zur Prävention sexueller Gewalt geben, Kloster der Hochwasserhilfe

    Kremsmünster/Steyr - Nachdem eine Zivilklage im Zusammenhang mit der Missbrauchsaffäre gegen das oberösterreichische Stift Kremsmünster abgewiesen worden ist, diskutieren die Parteien nun darüber, was mit den Verfahrenskosten passieren soll. Die Kläger, die über 9.000 Euro an das Kloster zahlen müssen, wollen das Geld dem Verein Selbstlaut spenden. Der Abt würde das Geld aber lieber der Hochwasserhilfe zukommen lassen.

    Zwei Missbrauchsopfer hatten das Stift geklagt, weil sie der Ansicht waren, dass Abt Ambros Ebhart ihnen Zusagen bezüglich der Aufarbeitung der Missbrauchsaffäre gemacht, aber nicht eingehalten habe. Ihre Klage wurde vom Landesgericht Steyr abgewiesen. 

    Wird "selbstverständlich" gespendet

    Die ehemaligen Konviktsschüler haben über ihren Rechtsanwalt Stephan Hieke dem Stift nun angeboten, auf eine Berufung zu verzichten. Im Gegenzug wollen sie die Verfahrenskosten aber nicht an das Kloster, sondern an einen Verein, der sich mit der Prävention sexueller Gewalt befasst, spenden.

    Der Rechtsvertreter des Stiftes, Oliver Plöckinger teilte mit, das Kloster wolle selbst entscheiden, was mit dem Geld passiere. Es werde "selbstverständlich" gespendet. Abt Ambros Ebhart möchte es aber angesichts der aktuellen Hochwasserkatastrophe lieber der Hochwasserhilfe der Caritas zukommen lassen. (APA, 7.6.2013)

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