Tokios Börse gibt weiter nach

7. Juni 2013, 12:45
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Anleger vor US-Arbeitsmarktbericht in der Defensive

Tokio - Die Leitbörsen in Fernost haben am Freitag durch die Bank tiefer geschlossen. Der Nikkei-225 Index in Tokio ermäßigte sich um 26,49 Zähler oder 0,21 Prozent auf 12.877,53 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel um 263,17 Zähler oder 1,21 Prozent) auf 21.575,26 Einheiten. Der Shanghai Composite fiel um 31,21 Punkte oder 1,39 Prozent auf 2.210,90 Punkte.

Nach unten ging es zu Wochenschluss auch an den Märkten in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.184,72 Zählern mit einem Minus von 8,79 Punkten oder 0,28 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel um 42,5 Zähler oder 0,89 Prozent auf 4.729,30 Einheiten.

Händlern zufolge dürften am Freitag viele Anleger ihre Aktienpositionen vor dem am Nachmittag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht sicherheitshalber verkauft haben. Von den Arbeitsmarktdaten werden wichtige Hinweise auf die Lage der US-Konjunktur und auf die künftige Zinspolitik der US-Notenbank erhofft.

Zuletzt litten die Börsen unter Ängsten, dass die US-Notenbank Fed ihre Anleihenkäufe zur Stimulierung der Wirtschaft und Märkte bei Anzeichen für eine Konjunkturerholung wieder drosseln könnte. Ein guter Arbeitsmarktbericht könnte daher ein Ende der lockeren Fed-Zinspolitik wahrscheinlicher machen und damit sogar für Verluste an den Börsen sorgen.

In Hongkong sorgten neben dem US-Arbeitsmarktbericht auch anstehende Wirtschaftsdaten aus China für Zurückhaltung. Unter den prominenteren Verlierern in Hongkong fanden sich Bank of China (minus 7,95 Prozent auf 3,36 Hongkong Dollar) und Cathay Pacific Airways (minus 3,53 Prozent auf 13,66 Hongkong Dollar).

Schwach zeigten sich auch Aktien von Immobilienentwicklern wie Cheung Kong (minus 1,80 Prozent auf 103,90 Hongkong Dollar). Der Immobilienmarkt in Hongkong reagiert sehr sensibel auf das US-Zinsniveau, die Unsicherheiten um die künftige Fed-Politik schlage also auf Immobilienaktien besonders deutlich durch, hieß es.

Der Markt in Südkorea wurde vor allem von den deutlichen Verlusten des Börsenschwergewichts Samsung Electronics belastet. Der Kospi-Composite-Index fiel um 1,80 Prozent auf 1.923,85 Punkte. Samsung Electronics-Aktien verloren 6,18 Prozent auf 1.427,00 Won. Händler verwiesen auf die allgemeine Nervosität am Markt und Medienberichte über die ungewisse weitere Entwicklung von Samsungs Smartphone-Absätzen. (APA, 7.6.2013)

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