Nestlé und Mars: Kanada wittert Schokokartell

7. Juni 2013, 08:19
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Wegen angeblicher Preisabsprachen drohen den beiden Unternehmen jeweils bis zu zehn Millionen US-Dollar Strafe

Vevey/Ottawa - Die kanadischen Wettbewerbshüter werfen den Schokoladenherstellern Nestlé und Mars Preisabsprachen vor. Die Kartellbehörde teilte mit, auch die kanadische Tochter des US-Konkurrenten Hershey sei betroffen. Sie könne aber wegen ihres zu erwartenden Geständnisses und ihrer Zusammenarbeit mit den Ermittlern mit einer vergleichsweise milden Behandlung rechnen. Hershey äußerte sein Bedauern, wies die Verantwortung aber früheren Managern zu.

Mars kündigte an, sich gegen die Anschuldigungen zur Wehr zu setzen. Von Nestlé war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen. Die Vorwürfe sind das Ergebnis von fünfjährigen Ermittlungen der kanadischen Behörden. Den Unternehmen drohen Strafen von jeweils bis zu zehn Millionen US-Dollar. (APA/Reuters, 7.6.2013)

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    Für Nestlé und Mars könnte es bitter werden.

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