Nordkorea stöpselt Telefon wieder ein und will reden

7. Juni 2013, 06:17
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Arbeitstreffen mit Südkorea am Sonntag vorgeschlagen

Pjöngjang/Seoul - Nach der Einigung mit Südkorea auf Regierungsgespräche hat Nordkorea zunächst ein Arbeitstreffen auf seinem Gebiet vorgeschlagen. Angesichts des jahrelangen Stillstands in den bilateralen Beziehungen sei es nötig, vor den von Südkorea vorgeschlagenen Gesprächen auf Ministerebene Arbeitskontakte zu haben, hieß es am Freitag in einer Erklärung des Komitees für die friedliche Wiedervereinigung Koreas. Das Treffen könne am Sonntag in Kaesong stattfinden, wurde das Komitee von den Staatsmedien zitiert.

Die Regierung prüfe den Vorschlag, sagte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums in Seoul. Nordkorea hat die Wiederherstellung der im März gekappten ständigen Telefonverbindung mit Südkorea angekündigt. Die Hotline werde am Freitag wiederhergestellt. 

Gespräche auch über Kaesong

Pjöngjang hatte den heißen Draht im März im Zuge zunehmender Spannungen auf der koreanischen Halbinsel gekappt. Die Telefonverbindung war 1971 vom Roten Kreuz hergestellt worden, beide Seiten kommunizierten gewöhnlich zweimal täglich darüber.

Nach der angespannten Lage in den vergangenen Monaten war Pjöngjang am Donnerstag überraschend auf Seouls Forderung auf Regierungsgespräche eingegangen. Beide Seiten wollen über die Normalisierung gemeinsamer Wirtschaftsprojekte einschließlich des Industriekomplexes in Kaesong sprechen, in dem der Betrieb seit zwei Monaten stillsteht. Auch humanitäre Fragen sollen erörtert werden. (APA, 7.6.2013)

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    Südkoreanische Fahrzeuge auf der Grand Unification Bridge, die zum Industriezentrum Kaesong führt.

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