"Reporter ohne Grenzen" distanziert sich von rechtsextremem Ex-Chef

6. Juni 2013, 20:30
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Gründer Menard tritt bei Wahlen in Frankreich für Front National an

Paris - Die Journalisten-Organisation Reporter ohne Grenzen (RoG/RSF) hat sich von ihrem Mitbegründer und langjährigen Chef Robert Menard distanziert, der in Frankreich für die rechtsextreme Front National bei Kommunalwahlen antreten wird. Die Organisation habe nichts mit Menards politischen Positionen zu tun, erklärte die Spitze der Organisation am Donnerstag. Die Organisation verwies zudem darauf, dass Menard bereits im September 2008 die Leitung von RSF abgab.

Die Chefin der Front National, Marine Le Pen, hatte Ende vergangener Woche bestätigt, dass Menard bei den Kommunalwahlen 2014 im südfranzösischen Beziers für die Partei antreten wird. Die Ankündigung hatte für großen Wirbel gesorgt. Menard hatte sich bei Reporter ohne Grenzen mehr als zwei Jahrzehnte lang für die Pressefreiheit weltweit stark gemacht. Danach arbeitete er für mehrere Rundfunksender und unterhielt Kontakte zu rechtsextremen Bewegungen. Im Jahr 2011 veröffentlichte er das Buch "Vive Le Pen" ("Es lebe Le Pen"), in dem er eine "Zensur der angepassten Medien" anprangerte. (APA, 6.6.2013)

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