Seehofer droht Landwirten mit Enteignung

6. Juni 2013, 18:40
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Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer will Hochwasserschutz mit Zwang durchziehen

München/Wien - Für die Landwirtschaft der betroffenen Länder bedeutet das Hochwasser enorme wirtschaftliche Schäden. Um die entstandenen Ernteausfälle aufzuholen, rechnen Agrarexperten mit einem Jahr. Allein in Deutschland liegen die Schäden laut Landwirtschaftsministerium im zweistelligen Millionenbereich.

Enteignungen von Grundstückeigentümern vorstellbar

Eine Ankündigung des bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) sorgte für Unmut bei den Landwirten: Um den Hochwasserschutz zu verbessern und neue Rückhalteflächen zu schaffen, könne sich Seehofer auch Enteignungen von Grundstückeigentümern vorstellen.

Aus dem Büro des österreichischen Landwirtschaftsministeriums heißt es dazu auf Nachfrage, das sei kein Thema. Möglicherweise liegen Äcker in der Gefahrenzone - diese würden entweder abgekauft oder einmalig entschädigt. Das werde über die Länder abgewickelt. "Bei uns redet man sich das mit den Leuten aus", sagte ein Sprecher. (juh, DER STANDARD, 7.6.2013)

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    Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer will Hochwasserschutz mit Zwang durchziehen.

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