Williams trifft Scharapowa

6. Juni 2013, 17:00
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Serena Williams deklassiert Errani, Scharapowa gewinnt in drei Sätzen gegen Asarenka - Peya im Doppel ausgeschieden

Paris - Das Traumfinale der French Open ist perfekt: Serena Williams und Maria Scharapowa, die Nummern eins und zwei der Weltrangliste treffen am Samstag in Roland Garros aufeinander. Beide haben bereits alle vier Grand-Slam-Turniere gewonnen, dennoch besteht kein Zweifel, wer im Endspiel die Favoritenrolle inne hat.

Errani deklassiert

Mit 6:0, 6:1 nach nur 46 Minuten brauste Williams in ihrem Halbfinale über die bemitleidenswerte Vorjahresfinalistin Sara Errani (Italien/Nr. 5) hinweg und greift nach ihrem 16. Grand-Slam-Titel. Dagegen mühte sich Titelverteidigerin Scharapowa gegen Wiktoria Asarenka (Weißrussland/Nr. 3) zum 6:1, 2:6, 6:4-Sieg, hatte dabei aber mehr mit der eigenen Fehlerquote, als mit der Gegnerin zu kämpfen. Insgesamt elf Doppelfehler unterliefen der Russin.

Williams ließ von der ersten Minute keinen Zweifel aufkommen, dass sie elf Jahre nach ihrem bislang einzigen Triumph in Roland Garros endlich wieder das Finale beim wichtigsten Sandplatzturnier der Saison erreichen wollte. Ihre kraftvollen Winner von der Grundlinie ließen Errani wie eine Statistin aussehen. Während Williams 40 Winner gelangen, glückten ihrer Gegnerin ganze zwei. Immerhin gelang Errani beim Stand von 0:6, 0:3 ein Spielgewinn, über den sich Williams offensichtlich ärgerte.

"Ich bin sehr zufrieden mit meiner Vorstellung, ich habe das heute extrem konzentriert gespielt", sagte Williams im frisch erlernten Französisch und rief den Zuschauern auf dem Platz zu: "Vielen Dank für Eure Unterstützung. Das ist ein großartiger Moment für mich."

Der Finaleinzug ist der bisherige Höhepunkt in der Saison der Amerikanerin. 30 Siege hat die 31-Jährige in Folge gefeiert, so lange blieb sie in ihrer Karriere noch nie ungeschlagen. Ihre letzte reguläre Niederlage hatte Williams im Februar gegen Wiktoria Asarenka kassiert. Beim Turnier in Dubai war sie anschließend zu ihrem Auftaktspiel gegen die Französin Marion Bartoli nicht angetreten.

13:2

Im direkten Duell gegen Scharapowa führt Williams 13:2, das letzte Match der beiden gewann sie im Finale von Madrid 6:1, 6:4. Die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in London hatte sie noch deutlicher geholt. Damals deklassierte Williams Scharapowa mit 6:0, 6:1. Zweimal standen sich beide in einem Grand-Slam-Finale gegenüber: 2007 in Melbourne gewann Williams (6:1, 6:2), 2004 triumphierte Scharapowa in Wimbledon (6:1, 6:4).

Ob der Russin die Erinnerung an den ersten Major-Titel ihrer Karriere Mut gibt, bleibt abzuwarten. Nach dem Match gegen Asarenka muss sich die 26-Jährige jedenfalls gehörig steigern, um Williams überhaupt in Bedrängnis bringen zu können. Zahlreiche unerzwungene Fehler unterliefen Scharapowa nach zunächst gutem Beginn, immerhin schlug sie auch zwölf Asse. Das letzte beim fünften Matchball, den sie zu ihrem achten Finaleinzug bei einem Grand Slam verwandelte.

"Ich bin extrem glücklich, ich musste hier bis zum Ende kämpfen", sagte Scharapowa: "Das ist ein spezielles Turnier für mich, weil ich hier als Titelverteidigerin angereist bin." Dass sie Paris erneut als Triumphatorin verlässt ist kaum zu erwarten. Bereits gegen Asarenka rettete sie nur eine Regenpause zu Beginn des dritten Satzes, zuvor hatte sie völlig den Faden verloren. In den Katakomben des Centre Courts konnte sie sich wieder sammeln. "Das hat mir Zeit gegeben, darüber nachzudenken, was ich im ersten Satz richtig gemacht habe", sagte Scharapowa.

Peya raus

Für den Wiener Alexander Peya war gemeinsam mit dem Brasilianer Bruno Soares als Nummer sieben gesetzt im Doppel-Halbfinale Endstation. Auf dem Weg in sein erstes Grand-Slam-Endspiel erwies sich das auf Position eins eingestufte US-Duo Bob und Mike Bryan als zu große Hürde. Finalgegner sind Michel Llodra/Nicolas Mahut (FRA). (sid/red, 7.6.2013)

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    Maria Scharapowa wäre nicht mehr weit vom neuerlichen Paris-Titel entfernt...

  • ... Stünde als Hürde nicht Serena Williams im Weg.
    foto: epa/caroline blumberg

    ... Stünde als Hürde nicht Serena Williams im Weg.

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