Ausländische Studierende: Österreich und Tschechien wollen Lösung auf EU-Ebene

6. Juni 2013, 15:23
8 Postings

Wissenschaftsminister Töchterle traf bei "Science Day" seinen tschechischen Amtskollegen

Prag/Wien - Während in Österreich viele deutsche Studierende an den Universitäten studieren, kommen nach Tschechien viele aus der Slowakei. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle hat sich deshalb am Donnerstag bei einem Besuch in Prag mit seinem tschechischen Amtskollegen Petr Fiala über diese "asymmetrische Mobilität" von Studenten ausgetauscht. Beide Minister bekennen sich laut einer Aussendung grundsätzlich zum "hohen Wert der Mobilität von Studierenden". Es brauche aber eine Lösung auf EU-Ebene, um mehr Ausgewogenheit bei den Studierendenströmen zwischen den Ländern zu schaffen.

Seit 20 Jahren arbeiten im Rahmen der "Aktion Österreich - Tschechische Republik" Universitäten von beiden Ländern zusammen. Zur Feier des Jubiläums und zur weiteren Intensivierung der Kooperation eröffneten Töchterle und Fiala den ersten österreichisch-tschechischen "Science Day".

40.000 Euro für Forschungskooperation

Der "Science Day" widmete sich dem Thema "Erneuerbare Energiequellen". Für den weiteren Ausbau der grenzüberschreitenden Forschungskooperation stellen beide Länder zusammen 40.000 Euro zur Verfügung. Damit sollen vor allem Mobilitätskosten gemeinsamer Forschungsvorhaben zum Thema "Erneuerbare Energiequellen" finanziert werden.

Im Rahmen der "Aktion Österreich - Tschechische Republik" werden rund 700 Studenten und 200 Lehrende jährlich finanziell unterstützt, das Budget beträgt derzeit knapp 500.000 Euro pro Jahr. Tschechien ist laut Wissenschaftsministerium nach Deutschland das attraktivste Nachbarland Österreichs als Ziel- und Herkunftsland für Studierende, Graduierte und Lehrende in Mobilitätsprogrammen. (APA, 6.6.2013)

Share if you care.