USA ziehen Strohfirmen aus dem Verkehr

6. Juni 2013, 13:59
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Der Handel mit Aktien von 61 Strohfirmen wird untersagt. Damit soll Aktienbetrug vorgebeugt werden

Wien/Washington - Die US-Börsenaufsicht, die Securities and Exchange Commission (SEC), hat diese Woche den Handel von 61 Strohfirmen untersagt, um einem Aktienbetrug mit diesen Firmenpapieren zuvorzukommen. Es war dies die zweitgrößte Handelsaussetzung, die die US-Börsenaufsicht jemals verfügt hat. Im vorigen Jahr waren es 379 Aussetzungen solcher nur mehr als Firmenmantel bestehenden Unternehmen, die keine operativen Tätigkeiten mehr ausüben.

Die Aktion ist Teil der "Operation Shell Expel", mit der die Börsenaufsicht großangelegten Aktienbetrug verhindern will.

Künstlicher Hype

"Da gering kapitalisierte Firmen wenig gehandelt werden, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass sie - wenn sie einmal nicht mehr aktiv sind - von Betrügern übernommen werden, die dann fälschlicherweise die Aktie hypen, um sie als florierendes Unternehmen darzustellen und Investoren in "Pump-and-dump"-Schemata zu zwingen", warnt die Sec.

Bei den betrügerischen "Pump-and-Dump"-Operationen kaufen Kriminelle Aktien relativ unbekannter Firmen und veröffentlichen dann erfundene bzw. gefälschte Informationen ("Aktienspam") über dieses Unternehmen mit dem Ziel, den Aktienkurs in die Höhe zu treibe ("Pump") und sie dann anschließend mit Gewinn abzustoßen ("Dump").

Gerüchteküche

Um ihr Ziel zu erreichen, streuen verschiedene Fondsmanager oder auch Emittenten von Börsenbriefen gezielt Gerüchte, um Kursanstiege bei Aktien zu verursachen und Investoren anzulocken. Die Betrüger selbst steigen dann rechtzeitig mit Gewinn aus. (APA, 6.6.2013)

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    Keine Strohfirmen, aber ebenfalls von täuschendem Äußeren. Menschliche Strohbären werden zu Aschermittwoch durch die Straßen des nordhessischen Heldra geführt. Traditionell vertreiben sie den Winter.

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