Indonesien: Bikini-Verbot bei "Miss World"-Wahl

6. Juni 2013, 10:45
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OrganisatorInnen wollen "niemanden verärgern" und die Gepflogenheiten teilnehmender Länder müssten beachtet werden

Denpasar - Aus Rücksicht auf die islamischen Landessitten müssen Teilnehmerinnen des diesjährigen "Miss World"-Schönheitswettbewerbs in Indonesien auf Auftritte in Bikinis verzichten. Stattdessen sollten die 137 Frauen auf traditionelle Strandbekleidung wie Sarongs zurückgreifen, erklärten die OrganisatorInnen des Events auf der Touristeninsel Bali am Mittwoch. Sie wolle "niemanden verärgern oder in eine Situation kommen, wo wir uns respektlos verhalten", sagte "Miss World"-Chefin Julia Morley. Die Gepflogenheiten aller teilnehmenden Ländern müssten deshalb beachtet werden.

Absage der Großveranstaltung gefordert

Der indonesische Ulema-Rat, das höchste islamische Gremium des Landes, hatte zuvor eine Absage der Großveranstaltung gefordert. In den Augen der religiösen Sittenwächter fördert der Schönheitswettbewerb "Hedonismus, Materialismus und Konsumismus" und lebt der muslimischen Jugend falsche Vorbilder vor. Die OrganisatorInnen des Events beteuern indes, ihre Entscheidung gegen Bikinis habe schon vor der Vergabe nach Indonesien festgestanden und sei keine Reaktion auf Beschwerden gewesen. Präzise Vorgaben für die bei ZuschauerInnen besonders populäre Wettbewerbskategorie Bademoden wurden bisher noch nicht formuliert.

Indonesien ist das weltgrößte Land mit vornehmlich muslimischer Bevölkerung. Bali mit seiner mehrheitlich hinduistischen Bevölkerung ist eine Ausnahme. (APA, 6.6.2013)

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