Abholzung in Atlantischem Regenwald hat drastisch zugenommen

6. Juni 2013, 13:13
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Höchste Rate seit 2008 festgestellt - hingegen Rückgang der Regenwaldzerstörung im Amazonas

Brasilia - Die Abholzung in Brasiliens Atlantischem Regenwald hat in drastischem Ausmaß zugenommen: Zwischen 2011 und 2012 wurden in zehn Bundesstaaten 235 Quadratkilometer Waldfläche zerstört und damit 29 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2010/2011, wie Untersuchungen der Umweltschutzorganisation SOS Mata Atlântica und des Nationalen Institutes für Weltraumforschung (INPE) ergaben. Die Abholzungsrate sei damit die höchste seit 2008, hieß es bei der Vorstellung der Ergebnisse.

Die wegen ihres Artenreichtums bekannte Mata Atlântica, die sich über die Ostküste Brasiliens erstreckt, gehört zu den bedrohtesten Regenwäldern der Welt. In Brasilien ist der Wald noch in 17 Bundesstaaten vorhanden, selbst in Ballungsgebieten wie Rio de Janeiro und São Paulo. Allerdings sind nur noch knapp acht Prozent der ursprünglichen Fläche erhalten. In 27 Jahren wurden den Angaben zufolge rund 18.300 Quadratkilometer des Atlantischen Regenwaldes zerstört.

Was die Regenwaldzerstörung im Amazonas betrifft, konnte Brasiliens Regierung einen Rückgang vermelden: Nach aktualisierten Zahlen wurden von August 2011 bis Juli 2012 insgesamt 4571 Quadratkilometer Regenwald abgeholzt. Das ist nach Angaben des Umweltministeriums der niedrigste Stand seit Beginn der regelmäßigen Kontrollen im Jahr 1988. (APA/red, derStandard.at, 5.6./6.6. 2013)

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