Ex-Begas-Chef Schweifer parkte viel Geld in Vaduz

5. Juni 2013, 13:51
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Nicht nur der ehemalige Vorstand Rudolf Simandl soll viel Geld in Liechtenstein gehortet haben, auch Vorstandskollegen Schweifer zog es nach Vaduz

Neues in der Begas-Affäre: Nachdem vor einigen Monaten bekannt geworden ist, dass der ehemalige Vorstand Rudolf Simandl unter anderem 14 Mio. Euro in Liechtenstein gehortet haben soll, soll dort nun auch sein damaliger Vorstandskollege Reinhard Schweifer Geld geparkt haben. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "News" in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe. Insgesamt soll es sich um 463.000 Euro handeln - laut dem Bericht der Gesamtanschaffungswert zweier Versicherungspolizzen in Liechtenstein.

Die "Financial Intelligence Unit" der Liechtensteiner Landesverwaltung soll das Innenministerium und die Staatsanwaltschaft Vaduz vor kurzem über die beiden Polizzen von Schweifer in Kenntnis gesetzt haben. In eine Polizze aus dem Jahr 2002 seien 363.000 Euro eingebracht worden, in die zweite aus 2005 100.000 Euro.

Untreuehandlungen vermutet

Fraglich sei nun, woher dieses Geld stamme. Einem Anlassbericht der Kriminalabteilung Burgenland sei laut "News" zu entnehmen, dass die Ermittler dem Verdacht nachgehen würden, dass das Geld aus Untreuehandlungen im Zusammenhang mit einem Cross-Border-Leasing-Geschäft der Begas aus dem Jahr 2002 stehen könnte, "wo ja der Verdacht festgestellt wurde, dass möglicherweise eine hohe Provisionssumme an die damaligen Vorstände der Begas ausbezahlt wurde", zitiert das Magazin aus dem Akt. Darum wurde nun um die Erlassung einer Kontenöffnungsverfügung für alle Konten im Einflussbereich Schweifers ab 1. Dezember 2001 bei der Raiffeisenlandesbank Burgenland ersucht.

Schweifer war vor nahezu exakt einem Jahr, am 6. Juni 2012, als bereits zurückgetretener BEWAG-Vorstand nachträglich aufgrund von Ergebnissen einer Begas-Sonderprüfung fristlos gekündigt worden. Er saß mit Simandl beim Gasversorger Begas in der Vorstands-Etage. Mit 1. Jänner 2011 wurde Schweifer Vorstand der BEWAG. Beide Unternehmen sind mittlerweile zum Landesunternehmen Energie Burgenland verschmolzen.

Die Sonderprüfung zur Auftragsvergabe ist laut Pressesprecher der Energie Burgenland noch nicht abgeschlossen. Es werde vermutlich keinen Zwischen- sondern sofort einen Endbericht geben. Wann dieser fertig sein wird, sei allerdings noch unklar, so der Sprecher.  (APA, 5.6.2013)

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    Liechtenstein hat nicht nur eine schöne Festung...

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