Datenanalysten ermitteln das perfekte Pinterest-Foto

5. Juni 2013, 09:53
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Unternehmen aus Philadelphia will zukünftig die Performance eines Bildes schon beim Upload vorhersagen können

Das Startup Curalate aus Philadelphia hat eine Datenbank von Millionen an Fotos analysiert, die auf der Foto-Plattform Pinterest veröffentlicht wurden. Ziel war es, herauszufinden, welche Fotos am meisten geteilt, geliked und kommentiert wurden. Datenanalyse-Spezialisten haben dazu über 500.000 Fotos auf gemeinsame Merkmale untersucht.

Das perfekte Foto

Auf eine Anfrage von Wired konnte das junge Unternehmen auch explizit ein Foto zeigen, das alle Kriterien erfüllt, um als perfektes Pinterest-Foto zu gelten. Das Foto stammt dabei von der Köchin Paula Deen, die ihren Pinterest-Account regelmäßig mit Rezepten und eigenen Fotos füllt.

Was kommt gut an?

Das Foto von dem Salat wurde über 307.000 Mal auf Pinterest geteilt, etwa 8.000 Mal geliked und über 300 Mal kommentiert. Curalate hat sich dieser Aufgabe gestellt, um sich auf dem eigenen Geschäftsgebiet zu verbessern: Das Unternehmen hilft anderen Unternehmen, Instagram und Pinterest zu beobachten, um Trends herauszufinden und zu ermitteln, was bei Usern besonders gut ankommt.


Datenanalysten haben Paula Deens Gurkensalat zum "perfekten Pinterest-Foto" erkoren

Keine Gesichter

Laut Curalate gehört zu einem perfekten Foto das Weglassen von menschlichen Gesichtern, da diese nicht sehr beliebt sind. Insgesamt 23 Prozent mehr User-Engagement ist bei Fotos ohne Gesicht zu erwarten. "Facebook ist ein Netzwerk von und mit Menschen, Foursquare eines über Orte. Pinterest hingegen ist ein Netzwerk von Dingen und es sieht so aus, als ob dort Gesichter ablenkend wirken", so Curalate-CEO Apu Gupta.

Wenig Hintergrund, dominante Farben

Zum perfekten Foto gehört nur wenig Hintergrund, am besten ist ein weißer Hintergrund. Der Hintergrund sollte nicht mehr als vierzig Prozent des Fotos ausmachen und sogar da sind Repins deutlich unwahrscheinlicher, nämlich zwischen 50 und 75 Prozent. Dominante und satte Farben wie grün, pink und rot in Kombination mit grau funktioniere ebenfalls hervorragend. Generell wird die Farbe rot präferiert, blau hingegen wird nur halb so oft geteilt.

Nicht zu hell, nicht zu dunkel

Weiters ist die Mischung an hellen und dunklen Farben signifikant für den Erfolg eines Fotos. Sehr helle und sehr dunkle Bilder werden ebenfalls seltener geteilt als ein Bild mit ausgewogener Belichtung und nicht zu übertrieben satten Farben. Die Bildausrichtung selbst sei auch wichtig:  Hochformatige Fotos kommen bei Pinterest-Usern deutlich besser an, was aber vermutlich am Layout der Seite liegt.

Erfolgsprognose

Das Unternehmen will zukünftig schon beim Upload eines Fotos bestimmen können, ob es erfolgreich ankommen wird oder nicht und das sogar im Hinblick auf spezielle Zielgruppen. (red, derStandard.at, 5.6.2013)

  • Wenig Hintergrund, satte Farben, ausgewogene Helligkeit: Das alles macht laut Datenanalysten ein perfektes Foto für Pinterest aus
    screenshot: pinterest/pauladeen

    Wenig Hintergrund, satte Farben, ausgewogene Helligkeit: Das alles macht laut Datenanalysten ein perfektes Foto für Pinterest aus

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