"PES 2014": Radikaler Neustart der Fußballsimulation

4. Juni 2013, 14:46
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Komplett neue Engine und zahlreiche Erweiterungen sollen "FIFA" die Genrekrone streitig machen

Das Duell der virtuellen Kickerkönige "FIFA" und "PES" nähert sich langsam, aber sicher, seinem Endspurt in den Herbst. Konami prescht nun vor und kündigt gar den "Anbruch einer neuen Zeit" für die "Pro Evolution Soccer"-Reihe an. Möglicherweise nicht ganz zu Unrecht, bekommt die Fußballsimulation doch ein komplett neues Grundgerüst.

Fox Engine

Anstelle der bisherigen Basis soll in Zukunft die "Fox Engine" aus dem Hause Systems Kojima Productions werken, mit der auch "Metal Gear Solid 5" umgesetzt wird. Für "PES" soll sie ganz an die Bedürfnisse des Rasenballsports angepasst werden.

Die Entwickler kündigen sechs Eckpunkte an, die die Reihe auf ein neues Level heben und "FIFA 14" das Fürchten lehren sollen.

TrueBall Tech

Unter dem Namen "TrueBall Tech" stellt man die Ballphysik- und Kontrolle in den Mittelpunkt. Das Leder soll nicht nur realistischer fliegen, springen und rollen, auch der Umgang mit ihm soll diffiziler ausgestaltet werden.

So sollen unter Verwendung des Analog Sticks Pässe präzise abgeschirmt oder weitergeleitet werden können, wobei auch auf die Gewichtsverlagerung des jeweiligen Kickers Rücksicht genommen werden soll. Ähnliches wird man bei "FIFA 14" unter dem Titel "Protect The Ball" zu sehen bekommen.

Zweikampfsimulation

Was EA mit der "Player Impact Engine" bereits letzte Saison vorgelegt hat, will Konami nun mit dem Motion Animation Stability System (MASS) überbieten. Man verspricht eine realistische Simulation von Körperkontakt bei Zweikämpfen.

Gleichzeitig wird der Tackling-Mechanismus aufgewertet. Hier muss man in Zukunft wohl vorsichtiger und mit gutem Timing zu Werke gehen, will man den Ball erjagen und Pressbälle mit ungewissem Ausgang vermeiden.

Konami will Präsentation aufbohren

Ein oft kritisiertes Manko der "PES"-Serie war bislang die Präsentation. Auch wenn die Spielmechanik überzeugte, hinkte der Titel dem EA-Konkurrenztitel in Sachen Präsentation und Stadionstimmung spürbar hinterher. "Heart" soll diese Scharte auswetzen und den "zwölften Mann" simulieren, was sich sowohl grafisch als auch akustisch deutlich bemerkbar machen soll.

Abhängig vom Support von den Rängen schwankt die Leistung mancher Kicker, andere Ereignisse, wie etwa spektakuläre Treffer, können wiederum Fans und die Mannschaft antreiben und so das Momentum ändern.

Mehr Taktikoptionen

Die mit "PES 2013" eingeführte Player ID wird ausgebaut. Anstatt 50 Spieler mit individuellen Merkmalen- etwa bestimmte Schusstechniken, Jubelanimationen oder Tricks – werden es künftig 100 sein.

Ebenso ausgebaut werden soll der Taktikbereich, traditionell eine der großen Stärken von "PES". Künftig sollen neben der Mannschaft als Einheit pro Taktik drei Spieler im Detail mit unterschiedlichen Anweisungen versorgt werden können. So sollen sich gefinkelte Manöver umsetzen lassen, um gezielt die Schwächen der gegnerischen Mannschaft auszunutzen.

Weiters wird das Freistoßsystem ausgebaut und erlaubt nun mehr Varianten mit Täuschungen und Pässen. Der Torwart kann nun auf Wunsch manuell positioniert werden.

"PES" soll schöner werden

Last, but not least dreht Konami auch an der Grafikschraube, wenngleich dies auf den jüngst veröffentlichten Screenshots noch nicht zu bemerken ist. Neben schöneren Spielergesichtern werden auch verbesserte Animationen und schmuckere Stadien versprochen.

Einen Ausbau erfährt auch das Lizenzpaket. Ab kommenden Herbst können geneigte Konsolen- und Computerkicker auch in der Asia Champions League antreten. (gpi, derStandard.at, 04.06.2013)

Links

Konami

  • "Pro Evolution Soccer 2014" (Konami/PES Productions)
Genre: Fußballsimulation
Erscheint im Herbst für PC und aktuelle Konsolen. Bezüglich Umsetzungen für PS4 und Xbox One gibt es von Konami noch keine offizielle Bekanntgabe.
    foto: konami

    "Pro Evolution Soccer 2014" (Konami/PES Productions)

    Genre: Fußballsimulation

    Erscheint im Herbst für PC und aktuelle Konsolen. Bezüglich Umsetzungen für PS4 und Xbox One gibt es von Konami noch keine offizielle Bekanntgabe.

  • Die versprochenen Fortschritte in Sachen Grafik sind auf den Screenshots vom aktuellen Entwicklungsstand noch nicht zu erkennen.
    foto: konami

    Die versprochenen Fortschritte in Sachen Grafik sind auf den Screenshots vom aktuellen Entwicklungsstand noch nicht zu erkennen.

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    foto: konami
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