China verhindert Gedenken an Tiananmen-Proteste am Jahrestag

4. Juni 2013, 12:03
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Zugang zu Friedhof für Opfer blockiert

Am 24. Jahrestag der blutigen Niederschlagung der Proteste auf dem Tiananmen-Platz in Peking hat China Gedenkfeiern verhindert. Polizisten versperrten am Dienstag den Zugang zum Wanan-Friedhof in der chinesischen Hauptstadt, auf dem Opfer des Massakers liegen. In der Verbotenen Stadt patrouillierten Sicherheitskräfte vor dem früheren Haus des verstorbenen kommunistischen Parteisekretärs Zhao Ziyang, der nach den Protesten wegen seiner kompromissbereiten Haltung unter Hausarrest gestellt worden war.

Auf dem Platz des Himmlischen Friedens selbst waren mehrere Polizeiautos und uniformierte Beamte zu sehen. Die chinesischen Behörden unternehmen alljährlich zum 4. Juni große Anstrengungen, um eine öffentliche Diskussion über die Ereignisse im Jahr 1989 zu verhindern.

Frühjahr 1989

Auf dem Platz des Himmlischen Friedens hatten Studierende, Menschenrechtsaktivisten und Arbeiter im Frühjahr 1989 für mehr Demokratie demonstriert. Die Regierung ließ die Kundgebungen am 4. Juni 1989 blutig niederschlagen, Panzer fuhren am Platz auf. Dabei wurden hunderte, vielleicht sogar tausende Menschen getötet. Peking veröffentlichte nie eine Opferzahl. Inoffizielle Schätzungen reichen von etwa 200 bis zu mehr als 3.000 Toten.

Rund um den Jahrestag wurde auch die Zensur des Internets erneut verschärft. Die Suche nach Stichwörtern wie "Tiananmen" oder "Kerze" (mit der der Opfern gedacht wird) war blockiert. Die Überwachung mehrerer prominenter Dissidenten wurde nach Angaben von Menschenrechtlern verstärkt. (APA, 4.6.2013)

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