Mindestens drei Menschenrechtsaktivisten im Süden Mexikos getötet

4. Juni 2013, 09:03
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Bundesstaat Guerrero gilt als Hort der Drogenkartelle und Korruption

Mexiko-Stadt - Im südmexikanischen Bundesstaat Guerrero sind mindestens drei Menschenrechtsaktivisten getötet worden. Die Leichen seien an der Schnellstraße von Mexiko-Stadt nach Acapulco entdeckt worden, teilte die örtliche Staatsanwaltschaft am Montag mit.

Ende vergangener Woche waren insgesamt acht Mitglieder der Bewegung Unidad Popular verschwunden, nachdem sie eine Demonstration in der Stadt Iguala organisiert hatten. Nach den fünf weiteren Vermissten wird noch immer gesucht. Ein Dachverband von Menschenrechtsorganisationen berichtete, die Aktivisten hätten den Bürgermeister von Iguala der Korruption bezichtigt und fürchteten um ihr Leben.

Guerrero gilt als schwer zu kontrollierender Bundesstaat. In der Region kämpfen verfeindete Drogenkartelle um die Vorherrschaft, zuletzt griffen Bürgerwehren zu den Waffen, und zahlreiche Lokalpolitiker sollen mit dem organisierten Verbrechen zusammenarbeiten. (APA, 4.6.2013)

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