Die Österreich-Rundfahrt findet nicht nach Osttirol

3. Juni 2013, 18:30
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Veranstalter hadern mit Felbertauern-Sperre und überlegen zwei Glockner-Etappen

Wien - Am Montag wurde die Strecke der Radrundfahrt, die von 30. Juni bis 7. Juli zum 65. Mal durch Österreich führt, mit einem großen Loch in der Mitte präsentiert. Denn die geplante dritte Etappe von Kitzbühel nach Matrei in Osttirol kann nicht stattfinden. Seit Wochen ist mit der Felbertauern-straße die einzige Straßenverbindung zwischen Salzburg und Osttirol wegen eines massiven Felssturzes gesperrt. "Sie wird voraussichtlich frühestens im Herbst wieder befahrbar sein, und auch die geplante Ersatzstraße kommt für uns zu spät", sagte Tour-Direktorin Ursula Riha. "Wir haben derzeit das Riesenproblem, dass wir nicht wissen, wie wir nach Matrei kommen sollen."

Irgendwie aber muss die Tour nach Osttirol kommen. Schließlich wird dafür von Tourismusverbänden und Sponsoren gezahlt, und es gilt Verpflichtungen zu erfüllen. Einen finanziellen Ausfall können sich die Veranstalter nicht leisten: Bis April stand sogar eine Absage der gesamten Rundfahrt im Raum. Im Budget fehlt schon jetzt ein sechsstelliger Eurobetrag.

Als Alternative könnte der Großglockner in Angriff genommen werden. Der steht allerdings nur einen Tag danach bei der vierten Etappe von Matrei nach Sankt Johann / Alpendorf auf dem Programm. Zudem werden die Fahrer schon bei den Bergankünften nach Kühtai (1. Etappe) und auf das Kitzbüheler Horn (2.) gefordert. "Wir arbeiten mit Hochdruck an Lösungen" , sagte Riha. (krud - DER STANDARD, 4.6. 2013)

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