Ausstellung: Zufällig Mode

Ansichtssache5. Juni 2013, 12:35
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Modefotografie kreiert seit ihren Anfängen bewusst Images und Trends. "Sie entwirft beziehungsweise transportiert Idealbilder von Eleganz, Glamour, Weiblichkeit, Maskulinität und durchbricht diese Konstrukte auch immer wieder", so Ulrike Tschabitzer von Unit F – Büro für Mode, die für die Galerie "fotoK-Aktion" eine Ausstellung mit dem Titel "Fashion!! – What a coincidence" kuratiert hat.

Die Modestrecken in Zeitschriften und Hochglanzmagazinen dokumentieren letztendlich auch den gesellschaftlichen Wandel, wie die in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen ändernden Sujets und Schönheitsideale zeigen. All diese Bilder haben eines gemeinsam: In der Modefotografie wird nichts dem Zufall überlassen. Egal ob es sich um die sexuell aufgeladenen und bis ins kleinste Detail durchinszenierten Bilder von Helmut Newton oder die spontan anmutenden "Schnappschüsse“ von Jürgen Teller und Terry Richardson handelt - alles nur Show, weil alles nur Mode!

fotoK-Aktion präsentiert nun drei Generationen österreichischer Modefotografen, die Einblicke in sehr persönliche Arbeiten abseits der kommerziellen Modefotografie gewähren. Dabei soll auch gezeigt werden, wie weit eine Abkehr von klassischen Darstellungsweisen und Sujets möglich ist. derStandard.at/Lifestyle präsentiert vorab drei künstlerische Positionen.

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foto: martin stöbich

Modefotografie enthält - bis auf wenige Ausnahmen - zumindest zwei fixe Elemente: ein Objekt, das es zu bewerben gilt und ein Model, das für den gewünschten Imagetransfer sorgt. - In der Regel lasziv, sexy oder zumindest äußerst attraktiv.

Martin Stöbich konterkariert in seiner 4-teiligen Serie "Beirut Veil" die klassische Inszenierung von Auto- und Motorradsujets. Hier dient Frau nicht mehr länger als aufreizende Requisite für die "motorisierten Explorationsfantasien" des Mannes. - Der schwarze Schleier und die Gesichtsmaske, die nicht zuletzt an das verhüllende Element von Motorradanzügen erinnert, können dabei als subversives Statement gegen die Zurschaustellung des weiblichen Körpers gelesen werden.

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