ARM stellt neuen Cortex-A12-Prozessor vor

3. Juni 2013, 15:08
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Mit neuer Mali-GPU und Videoprozessor

Der britische Technologiekonzern ARM hat eine neue Plattform an den Start gebracht. Der Cortex-A12 soll künftig Midrange-Smartphones und Tablets befeuern und gilt als Nachfolger der mittlerweile angegrauten A9-Architektur.

Unterstützt big.LITTLE

Im Cortex-A12 arbeiten bis zu vier ARMv7-Prozessorkerne, die leistungstechnisch ihre Vorgänger um 40 Prozent überbieten sollen. Sie lassen sich zudem in ein big.LITTLE-System einbinden, das mit zwei Kernverbünden unterschiedlicher Leistungsfähigkeit operiert, die nach Bedarf aktiviert und deaktiviert werden. Die neue Plattform biete hier eine günstigere Alternative zum performanteren aber auch stromhungrigeren Cortex-A15.

Effizientere GPU

Als Grafikbeschleuniger ist die Mali-T622-GPU an Bord. Sie ist kleiner als die bislang verwendete Mali T604 und arbeitet mit 50 Prozent höherer Energieeffizienz. Sie beherrscht OpenGL ES 3.0, Compute, DirectX11 und OpenCL 1.1 und existiert auch in einer Dualcore-Konfiguration, in welcher sie Videos bis zu 4K-Auflösung und maximal 120 Bildern pro Sekunde dekodieren kann, auch dank dem V500-Videobeschleuniger.

Für Gadgets und Server

Zu den weiteren Features zählt die TrustZone-Technologie, die für digitales Rechtemanagement und Mobile Payment relevant ist. Ebenso dabei ist die NEON-Datenengine, die Multimediaanwendungen beschleunigt. Außerdem unterstützt der Cortex-A12 Hardwarevirtualisierung und kann bis zu einem Terabyte an Arbeitsspeicher via LPAE ansprechen.

Die neue Plattform wird künftig nicht nur in mobilen Endgeräten zu finden sein, sondern – wie man bei Android Authority anmerkt - auch in Servern, wo sie aufgrund ihres niedrigen Energieverbrauchs für eine Reihe von Anwendungen in Frage kommt. (red, derStandard.at, 03.06.2013)

  • ARM schickt eine neue Plattform ins Rennen.
    foto: arm

    ARM schickt eine neue Plattform ins Rennen.

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