Staudinger: "Kleine können so nicht mit"

Chat5. Juni 2013, 12:34
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Der Waldviertler Schuster Heini Staudinger sprach im derStandard.at-Chat über die FMA und seinen Nicht-Sparverein "Apfelbäumchen"

Heini Staudinger hat sich mit der Finanzmarktaufsicht angelegt. Am Mittwoch war der Waldviertler Schuhproduzent und Gea-Chef im derStandard.at-Chat-Kammerl zu Gast, auf Nachfrage mit "Waldviertlern, Modell Tramper, Größe 42", und beantwortete Fragen von Userinnen und Usern. Die FMA ärgern wolle er nicht, deswegen sage er auch nicht mehr Sparverein zu seiner Finanzierungsform. Das sei nur ein Spitzname gewesen und so auch den Anlegern von Anfang an kommuniziert worden: "Seit einem halben Jahr nennen wir unser Finanzierungsmodell 'Apfelbäumchen'."


Derzeit hätten 192 Personen an die drei Millionen Euro bei Staudinger eingelegt. 185 davon haben folgende Vertragszusätze unterschrieben: "1. Ich weiß, dass ich kein Recht auf staatliche Einlagensicherung habe. 2. Ich dulde keine Bevormundung, weder durch die FMA noch durch den Staat. 3. Ich verzichte auf den Schutz durch die FMA." Auf der Warteliste würden noch weitere 2.800 Menschen stehen, die Staudinger Geld borgen wollen.

Zahlreiche Fragen trudelten zum Thema Anlegerschutz ein. Das war auch eines der Hauptargumente der Finanzmarktaufsicht gegen die Finanzierungsmethoden des Waldviertler Schusters. Der effizienteste Anlegerschutz sei die wirtschaftliche Kraft seiner Firma, und diese Kraft sei mustergültig, antwortet Staudinger den Zweiflern: "Die Einlagensicherung im konkreten Fall meiner Firma schaut so aus: Die drei Millionen Euro Einlagen sind gedeckt durch Warenlager im Wert von fast fünf Millionen Euro und durch Firmengebäude, in die wir mehr als fünf Millionen Euro investiert haben. Das heißt, die realen Vermögenswerte meiner Firma decken die Einlagen um mehr als das Dreifache. Hätten die Banken solche Sicherheiten, müssten wir sie nicht dauernd retten."

An seiner Finanzierungsmethode über Einlagen von BürgerInnen will Staudinger weiter festhalten. Konzerne hätten andere Möglichkeiten als kleine Unternehmen, an Geld zu kommen. Die Spielregeln der Großen würden auf alle abgewälzt, zum Nutzen der Großen, die Kleinen könnten da oft nicht mit. "Für KMUs ist es schwierig bis unmöglich, von den Banken Geld zu bekommen. Wenn aber den KMUs das nötige Geld vorenthalten wird, riskieren wir schwerwiegende Folgen am Arbeitsmarkt. Darum kämpfe ich dafür, dass der Ausweg, den ich für meine Firma gefunden habe, ein Weg für alle Klein- und Mittelbetriebe werden kann." (rom, derStandard.at, 5.6.2013)

Moderator-Message: Lieber Heini Staudinger, danke fürs kommen. Liebe User und Userinnen wir freuen uns auf eine spannende Diskussion.

Moderator: Lieber Heini Staudinger, Danke fürs Kommen. Liebe User und Userinnen wir freuen uns auf eine spannende Diskussion.

a19a7d1c-2a82-4532-ac1e-3d6f633548e6: Wenn Ihre alternative Finanzierung scheitert? Das heisst Sie benoetigte und versprochene Mittel nicht bekommen, oder Sie Ihre Schulden nicht bezahlen koennen. Dann wird das Geschrei gross sein und ein Scheitern der Regulatorien bemaengelt? Wie gehen

Heini Staudinger: Zurzeit haben 192 Personen knapp 3 Millionen Euro bei mir eingelegt. 185 haben unsere Vertragszusätze unterschrieben, die folgendermaßen lauten: 1. Ich weiß, dass ich kein Recht auf staatliche Einlagensicherung habe. 2. Ich dulde keine Bevormundung, weder durch die FMA noch durch den Staat. 3. Ich verzichte auf den Schutz durch die FMA. Die FMA hat nämlich behauptet, dass AnlegerInnen sie belangen würden im Fall, dass sie das Geld bei mir verlieren würden. Nachdem zusätzliche 2.800 Leute auf der Warteliste stehen, die uns Geld borgen möchten, sehe ich eigentlich keinen drohenden Engpass. Außerdem würden mir jetzt, nachdem ich zum prominentesten potenziellen Kreditnehmer Österreichs avanciert bin, 2 Banken diese 3 Millionen Euro borgen. Mir ist klar, dass der effizienteste Anlegerschutz in unserem Fall die wirtschaftliche Kraft unserer Firma ist. Und die Kraft unserer Firma ist mustergültig.

UserInnenfrage per Mail: Herr Staudinger, warum von allen Möglichkeiten (Genossenschaft, KG, etc) ausgerechnet Einlagen? Scheuen Sie Notar-Kosten? Einberechnet der Strafzahlungen, Anrufung des VfGH etc. wäre es schlussendlich auch billiger gewesen.

Heini Staudinger: Wir haben die Frage "Genossenschaft" ausdrücklich mit der FMA diskutiert und sind dabei auf folgendes Problem gestoßen: Ich dachte, wenn alle meine GeldgeberInnen eine gemeinsame Genossenschaft gründen, dann hätten sie wohl das Recht, in ihre eigene Firma (Genossenschaft) ihr eigenes Geld einzulegen. Das ist so nicht rechtens, denn ab einer Grenze von 100.000 Euro wären diese Einlagen prospektpflichtig. So ein Prospekt kostet mindestens 35.000 bis 50.000 Euro (kann auch 100.000e kosten). Somit ist dieses Finanzierungsinstrument nur ein Werkzeug der Großen und nicht der Kleinen. Die KMUs sind die wichtigsten Arbeitgeber des Landes. Für KMUs ist es schwierig bis unmöglich, von den Banken Geld zu bekommen. Wenn aber den KMUs das nötige Geld vorenthalten wird, riskieren wir schwerwiegende Folgen am Arbeitsmarkt. Darum kämpfe ich dafür, dass der Ausweg, den ich für meine Firma gefunden habe ein Weg für alle Klein- und Mittelbetriebe werden kann.

punk_is_not_dead: Lieber Heini, was sagst du den Kritikern, die - ja nicht ganz zu Unrecht - die mangelnde Einlagensicherung bei der angedachten legalen Variante bekritteln? Unabhänig davon, ob die Einlagensicherung der Banken nun Sinn macht oder nicht.

Heini Staudinger: Meine AnlegerInnen wissen, dass sie für ihre Einlage keine staatliche Einlagensicherung genießen können. Für sie ist es, wie für unzählige andere auch, ein wichtiges Anliegen, dass sie wissen, was mit ihrem Geld passiert. Sie wollen ihr Geld in sinnvolle Projekte oder in lebensbejahende Wirtschaft stecken. Die Einlagensicherung im konkreten Fall meiner Firma schaut so aus: Die 3 Millionen Euro Einlagen sind gedeckt durch Warenlager im Wert von fast 5 Millionen Euro und durch Firmengebäude, in die wir mehr als 5 Millionen Euro investiert haben. Das heißt, die realen Vermögenswerte meiner Firma decken die Einlagen um mehr als das Dreifache. Hätten die Banken solche Sicherheiten, müssten wir sie nicht dauernd retten.

UserInnenfrage per Mail: Gratuliere zum bisherigen Erfolg!!! Die gestrige Veranstaltung im Radiokulturhaus (zusammen mit Harry Kleisner) war "Weltklasse"!! Danke, sehr ermutigend!! Könntet ihr im Waldviertel BITTE überlegen, ein paar lässige Sneakers zu produzieren, damit i

Heini Staudinger: Auch ich habe die gestrige Veranstaltung genossen. Kleissner heißt Charly, nicht Harry. Charly ist ein wirklich netter Kerl. Zu den Sneakers: Unser derzeitiges Hauptproblem ist, dass wir kaum wissen, woher wir die vielen Schuhe zaubern sollen, die wir zurzeit verkaufen können/könnten. Alleine schaffen wir das sowieso nicht. Hoffentlich schaffen wir es mit kooperierenden Firmen in Ungarn und Tschechien, da in Österreich die Schuhindustrie fast zur Gänze kaputt ist.

690SMC: Bekommen die privaten Geldgeber auch die Bilanz des Gläubigers zu Gesicht, um abschätzen zu können, wie "sicher" ihre Veranlagung ist?

Heini Staudinger: Bisher habe ich meine GeldgeberInnen alljährlich in Form eines Briefes über die Lage meiner Firma informiert. Ab heuer (als eine Folge der scharfen Auseinandersetzung mit der FMA) werden wir die Kennzahlen unserer Bilanz an alle GeldgeberInnen übermitteln. Außerdem werden wir im Juli einen Bilanzbesprechungstag im Waldviertel abhalten, wo wir alle GeldgeberInnen einladen werden.

UserInnenfrage per Mail: Gibt es bei Waldviertler die Überlegung, mit dem ungarischen Schuhproduzenten "Tisza cipö" eine Kooperation zu starten?

Heini Staudinger: Unsere derzeitige Lage zwingt uns zu Kooperationen mit Firmen in Tschechien und Ungarn. Wir sind dankbar, dass wir diese Möglichkeit haben. Die Firma Tisza cipö kenne ich nicht.

UserInnenfrage per Mail: Das Waldviertel war ja eine heimische Textilhochburg. Hast Du Dir auch schon überlegt, wieder Kleidung herzustellen? Wir könnten ein paar spannende heimischen Produkte gut gebrauchen!!!

Heini Staudinger: Ich würde mich sehr freuen, wenn auch Kleidung wieder hier hergestellt würde. Ich erlebe aber mit meiner Schuhwerkstatt, wie schwierig es ist, in einer Branche zu agieren, in der fast alles hin ist. Am schmerzlichsten ist es, dass wir gar keine Chance haben, Fachkräfte zu finden. In der Textilbranche wäre es wohl ganz ähnlich.

Blackmage: Sie führen die Zustimmung Ihrer Anleger ins Treffen und fordern quasi, dass Anleger auf Anlegerschutz verzichten können. Finden Sie, dass auch Verbraucherschutz in Hinkunft privatrechtlich ausgeschaltet werden soll können? Etwa dass man dann beim Sc

Heini Staudinger: Natürlich hat der Anlegerschutz seine Berechtigung. Natürlich ist der Verbraucherschutz notwendig. Natürlich ist es sinnvoll, den Rechten der Arbeiter einen gesetzlichen Schutz zu geben.

Zeplichal: Trauen Sie sich schon, Prognosen über den Ablauf Ihres Strafverfahrens abzugeben?

Heini Staudinger: Zurzeit gibt es eine große Mehrheit im Parlament, die eine Änderung des Gesetzes beschließen will. Diese Änderung wird blockiert von Jan Krainer, dem Wirtschaftssprecher der SPÖ. Ich glaube im Ernst, dass sich Jan nicht im Klaren ist, dass wir mit der Möglichkeit für Privatdarlehen Arbeitsplätze schaffen können. Das "Risiko" tragen dann Private, die z. B. Verantwortung in ihrer Region übernehmen wollen. Wer aber den Kleinen das Geld vorenthält (Basel2, Basel3), riskiert den Verlust unzähliger Arbeitsplätze.

anarch: Hallo Herr Staudinger, wie gehts? Meine Frage: Wie schätzen sie die Chance ein das ihr Gesetzesantrag noch vor der nächsten Legislaturperiode sprich vor den Wahlen bearbeitet wird?

Heini Staudinger: 50/50.

R2P2: Herr Staudinger, welche Schuhe tragen sie momentan?

Heini Staudinger: Waldviertler, Modell Tramper, Größe 42. Top Quality!

simplemodus: Sehr geehrter Herr Staudinger, was können Sie uns als potentielle Unterstützer mitgeben, betreffend Investment bewertung? Was ist ihrer Meinung nach wichtig an Informationen für ein Investitionsmodell wie ihres, welches Banken das Fürchten lehrt und

Heini Staudinger: Ich verstehe die Frage nicht genau.

FerdlGriesgram: Was unterscheidet ihre Firma Gea eigentlich von der grundlegenden Struktur von zb. Konzernen wie Ikea?

Heini Staudinger: Konzerne haben ganz andere Möglichkeiten, auch bei der Finanzierung, als Gea, als alle KMUs. Ein Problem unserer modernen Zeit ist, dass die Spielregeln der Großen auf alle abgewälzt werden. Meistens können die Kleinen nicht mit. Zum Nutzen der Großen.

Schilcherfreund: So sehr ich Ihre Initiative unterstütze (der Gesetzgeber hinkt da jahrzehntelang hinterher): Warum gehen Sie nicht den Weg, statt Darlehen Stille Gesellschaft aufzunehmen? Kein Mitspracherecht, Rückzahlungsberechtigung, Verzinsung als Gewinnanteil?

Heini Staudinger: Auch bei den stillen Gesellschaftern herrscht die 100.000-Euro-Grenze. Ab einer Gesamtsumme von 100.000 Euro gibt es die Prospektpflicht mit jährlichen Kosten von 35.000 bis 100.000 Euro. Somit ist auch dieser Vorschlag nicht gangbar für Kleine.

UserInnenfrage per Mail: Stimmt es, dass Sie bis heute kein Bankkonto haben?

Heini Staudinger: Stimmt nicht genau. Erst im Jahr 2003 habe ich alle meine privaten Geld... aufgelöst. Bausparvertrag, Lebensversicherung, Sparbuch und Privatkonto. Seit dem Jahr 2003 habe ich mein Privatgeld in einem kleinen Plastiksäckchen im Hosensack.

nussgeist: Hallo Herr Staudinger! Ich habe ebenfalls gut gepflegte Tramper Gr.42 Top Quality! Denken sie kann ich den Schuhen einen 2 Wöchigen Islandaufenthalt zutrauen, ohne das ich täglich nasse Füße bekomme? Natürlich würde ich sie vorher nochmal extra fett

Heini Staudinger: Ganz, ganz sicher. Schöne Reise!

690SMC: War die Auseinandersetzung nicht der FMA nicht eher ein PR Gag? Denn es war ziemlich offensichtlich, dass die Bezeichnung "Sparverein" gelinde gesagt eine Irreführung der Anleger war, welche dahinter eine Einlagensicherung vermuten hätten können. Im

Heini Staudinger: PR-Gag: Den PR-Zaubermeister, der so was inszenieren kann, den möchte ich kennenlernen. Sparverein: Sparverein war ein Spitzname. Ich habe das in jedem Brief an die AnlegerInnen kommuniziert. Wir wollen aber die FMA nicht ärgern, darum sagen wir nicht mehr Sparverein. Seit einem halben Jahr nennen wir unser Finanzierungsmodell "Apfelbäumchen". Tipps der FMA: Alle Tipps der FMA enden bei einem Einlagevolumen von 100.000 Euro. Die Lösung der FMA: die Nachrangigkeitsklausel - wenn AnlegerInnen diese Klausel unterschreiben, unterschreiben sie, dass sie im Konkursfall mit ihrer Forderung an allerletzter Stelle (nachrangig) gereiht werden. Ist das ein ehrlicher Schutz für Anleger? Oder schützt es mehr die Banken?

robert2006: Ich finde Ihren Vorstoss wichtig und denke auch, dass für KMU Ihr Modell ein gute Alternative wäre. Aber ganz ohne Regeln würde unsere Gesellschaft auch nicht funktionieren. Wer soll entscheiden, welche Regeln "gut" und welche "schlecht" sind, unser

Heini Staudinger: Wir sind für Regeln. Unseren Vorschlag zur Gesetzesänderung findest du auf unserer Homepage www.gea.at.

UserInnenfrage per Mail: Christian Bayer: Komme aus dem W4, habe selbst schon in Schrems gearbeitet und habe auch noch eine ganze Menge an Ergee Socken und Hauben... Haben Sie schon von der Alternativen Digital-Währung Bitcoin gehört und würden vielleicht in Betracht ziehen

Heini Staudinger: Seit dem Jahr 2005 akzeptieren wir die Regionalwährung "Waldviertler". Von Bitcoin habe ich gehört, kenne aber kein Praxisbeispiel.

UserInnenfrage per Mail: Man hat Sie schon einmal als den besseren Grillo bezeichnet. Ist das für Sie ein Kompliment?

Heini Staudinger: Die meinen meist nur die Frisur.

mieswicht: Zu den Sneakern nochmal: Auf die Frage, ob es nicht etwas sommerlichere Schuhe gebe, haben ihre Verkäufer recht verzweifelt gewirkt und gemeint, dass sie das ständig weiterleiten, aber nicht auf sie gehört wird. Glauben sie nicht, dass ihnen da Gesc

Heini Staudinger: Wir haben vor fünf Jahren gut 50.000 Paar Schuhe im Jahr verkauft. Heuer werden wir auf knapp 200.000 Paar kommen. Wir danken den Kunden, die unser derzeitiges Angebot schätzen.

Mentalfaktor: Welche Art von Unterstützung könnte Ihnen konkret in dieser Sache Jetzt weiterhelfen, abgesehen von Cash?

Heini Staudinger: Cash? ... Brauchen wir nicht.

UserInnenfrage per Mail: Vor über 30 Jahren haben Sie in Schwanenstadt die Rebellenpartei "PUM“ - "Partei für Umweltschutz und Menschlichkeit" gegründet. Die Partei hat es sogar in den Gemeinderat geschafft. Wie schaut es heute mit politischen Ambitionen aus?

Heini Staudinger: Ich mache gerne Politik. Es ist mir ein wichtiges Anliegen, die Rahmenbedingungen zu ändern. Ein Riesenskandal ist die gigantische Abgabenpflicht auf Arbeit. Das hat schlimme Folgen: Alles, was arbeitsintensiv ist, geht nach Asien, Reparieren ist häufig teurer als Wegschmeißen. Wir müssen Energie, Müll und Finanztransaktionen besteuern und Arbeit bis 1.500 Euro im Monat abgabenfrei machen. Ich mache Politik außerhalb der Parteien oder, wenn es der Sache dient, mit allen Parteien.

UserInnenfrage per Mail: Nicht jeder hat gute Absichten – wenn jedes Unternehmen sich einfach Geld borgen kann von jedem, von dem es Geld borgen will, dann öffnet das auch Schindluder aller Art Tür und Tor, oder?

Heini Staudinger: Das stimmt. Wir haben Betrüger in allen Sektoren. Im Autohandel, in der Bauwirtschaft ... Natürlich gibt es Schindluder auch im Finanzsegment. Meinl European Land, Auer von Welsbach, Alpine ... Sie alle zeigen, dass es Schindluder auch innerhalb des existierenden Regelwerkes gibt. Natürlich kann auch mein Modell missbraucht werden. Es ist allerdings schlichtweg undenkbar, dass das Betrugsvolumen Privater das der legalen Finanzwirtschaft überbieten könnte.

ria: Gibt es in Ihrem Unternehmen einen Betriebsrat? Wenn nein, warum nicht?

Heini Staudinger: Betriebsratsgründung in konkreter Vorbereitung.

R2P2: Bildet gea auch Lehrlinge aus?

Heini Staudinger: Ja. Von 22 Schuhmacherlehrlingen in Österreich sind 6 von uns. Zusätzlich haben wir auch Lehrlinge im Büro und Verkauf.

UserInnenfrage per Mail: Wenn Sie Finanzminister wären, was wäre Ihre erste Amtshandlung?

Heini Staudinger: Entschlossene Förderung der Realwirtschaft. Verbot der meisten sogenannten "Finanzprodukte".

ModeratorIn: Liebe UserInnen, die Zeit ist um. Danke für die vielen Fragen. Leider müssen sehr viele von ihnen unbeantwortet bleiben. Danke Heini Staudinger, fürs Kommen. Allen noch einen schönen Tag.

Heini Staudinger: Ich habe zum ersten Mal so einen Chat erlebt. Ein witziges Erlebnis. Ich danke euch allen, schönen Tag!

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