Inhaftiertes Pussy-Riot-Mitglied beendete Hungerstreik

3. Juni 2013, 09:53
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Alechina hatte elf Tage Nahrungsaufnahme verweigert - Haftbedingungen gelockert

Moskau - Eine der zu Straflager verurteilten Musikerinnen der russischen Punkband Pussy Riot hat ihren Hungerstreik beendet. Maria Alechina wolle die Nahrungsaufnahme nach elf Tagen wieder aufnehmen, sagte der Ehemann ihrer gleichfalls inhaftierten Bandkollegin Nadeschda Tolokonnikowa am Samstag. Die 24-jährige Alechina hatte ihren Hungerstreik begonnen, um gegen die Bedingungen einer gerichtlichen Anhörung zu ihrem Gesuch auf vorzeitige Haftentlassung zu protestieren. Dieses war dann abgelehnt worden.

Haftbedingungen gelockert

Tolokonnikowas Ehemann Piotr Wersilow sagte nun, Alechina habe ihren Hungerstreik beendet, nachdem die Verwaltung ihres Gefängnisses mehrere ihrer Forderungen erfüllt habe. Dies habe ihm die junge Frau am Telefon mitgeteilt. Demnach wurden die Haftbedingungen in dem Lager in der Ural-Stadt Beresniki gelockert und Mitgefangenen wieder mehr Bewegungsfreiheit zugestanden. Diese mussten ihr zufolge die letzten Tage in ihren Zimmer verbringen. Alechina hatte vermutet, das ihre Mitgefangenen mit der Maßnahme gegen sie aufgebracht werden sollten.

Alechina weiter unter ärztlicher Aufsicht

Laut Wersilow befindet sich Alechina weiter im Gefängniskrankenhaus. "Sie ist sehr schwach, aber ihr Sieg gibt ihr Kraft", sagte er. Alechina und Tolokonnikowa waren im vergangenen August wegen einer Protestaktion gegen Präsident Wladimir Putin in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale zu zwei Jahren Lagerhaft verurteilt worden. Beide klagen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg gegen ihre Haftbedingungen. (APA, 3.6.2013)

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