Euro über 1,30 Dollar

3. Juni 2013, 17:13
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US-Einkaufsmanagerindex schwächer als erwartet

Wien - Der Euro hat sich am Montag im Späthandel wieder deutlich von seinen Tagestiefs vom Nachmittag erholt. Nach den um 16.00 Uhr MESZ veröffentlichten US-Einkaufsmanagerindizes ist der Euro von rund 1,2960 auf 1,3028 Dollar gegen 17 Uhr gestiegen.

Laut den gemeldeten Zahlen ist die US-Industrie im Mai erstmals seit rund einem halben Jahr wieder geschrumpft. Der an den Finanzmärkten stark beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager sank auf 49,0 Punkte nach 50,7 Zählern im April, wie das Institute for Supply Management (ISM) mitteilte. Dies ist der niedrigste Wert seit Juni 2009.

Ökonomen hatten einen Verbleib bei 50,7 Punkten erwartet. Das Barometer liegt damit wieder unter der Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum signalisiert. Zuletzt war es im November 2012 unter diese Schwelle gerutscht.

Der Euro konnte in Reaktion auf die Zahlen zulegen. Die Hürde bei 1,3040 Dollar, bei der Devisenhändler größere Verkaufsinteressen orten, konnte allerdings bis dato nicht überwunden werden. Auch die Aktienbörse reagierten kurzfristig positiv auf den ISM-Index, fielen dann aber wieder etwas zurück. Zuletzt wurden schlechte Wirtschaftsdaten an den Börsen teilweise gut aufgenommen, da es damit unwahrscheinlicher wird, dass die US-Notenbank von ihrer lockeren Geldpolitik bald wieder abrückt.

Wichtige Impulse für den Devisenhandel werden im weiteren Wochenverlauf noch von der EZB-Zinsentscheidung am Donnerstag und dem monatlichen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag erwartet.

Das Londoner Nachmittags-Fixing für den Goldpreis wurde mit 1.402,50 Dollar/Feinunze ermittelt. Das Vormittags-Fixing lag heute bei 1.396,75 Dollar. Am Vortag wurde ein Nachmittags-Fixing von 1.394,50 Dollar festgestellt. (APA, 3.6.2013)

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