Federer müht sich über fünf Sätze ins Viertelfinale

2. Juni 2013, 21:03
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900. Tour-Sieg für Schweizer - Williams souverän - Robredo weint nach dritter Aufholjagd und schreibt Geschichte

Roger Federer ist am Sonntag bei der diesjährigen French-Open-Auflage erstmals richtig gefordert worden. Der als Nummer zwei gesetzte Schweizer lag gegen den Franzosen Gilles Simon schon mit 1:2-Sätzen zurück, ehe er sich nach knapp drei Stunden doch noch mit 6:1,4:6,2:6,6:2,6:3 durchsetzte. Für Federer war es ein besonderer Sieg, denn es war der 900. seiner so außergewöhnlichen Karriere. Im Viertelfinale trifft er nun auf Jo-Wilfried Tsonga.

Bereits zuvor hatte sich die topgesetzte Serena Williams am achten Turniertag des mit 21,017 Mio. Euro dotierten Grand-Slam-Turniers im Damen-Bewerb mit 6:1,6:3 über Roberta Vinci durchgesetzt. Williams ist weiter auf Kurs zu ihrem ersten Paris-Titel seit 2002. Ihre Viertelfinal-Gegnerin ist die wieder in Form gekommene Russin Swetlana Kusnezowa.

Federer trifft nun zum 13. Mal auf den französischen Publikumsliebling Tsonga und muss also erneut auch ein bisschen in Davis-Cup-Atmosphäre antreten. Der Weltranglisten-Achte, der übrigens auch in der Schweiz lebt, hatte zuvor mit dem Serben Viktor Troicki beim 6:3,6:3,6:3 keine Mühe. Die bisher letzte Begegnung der beiden hat Federer im Australian-Open-Viertelfinale dieses Jahres in fünf Sätzen für sich entschieden, insgesamt führt der Eidgenosse im Head-to-Head mit 9:3.

Robredo ist das Stehaufmännchen

Bereits zuvor hatten die ersten beiden Spanier auf unterschiedliche Weise den Sprung in die Runde der letzten acht geschafft. Der Weltranglisten-Fünfte David Ferrer ließ dem Aufschlag-Riesen Kevin Anderson aus Südafrika keine Chance und fegte diesen mit 6:3,6:1,6:1 vom Court. Seinen Viertelfinalgegner Tommy Robredo kannte er allerdings erst nach dessen 3:49 Stunden langem Fight mit Nicolas Almagro.

Robredo ist der Marathon-Mann dieser bisherigen French Open, denn zum dritten Mal en suite drehte er auch gegen den als Nummer elf gesetzten Landsmann Nicolas Almagro ein 0:2 in Sätzen noch in einem Fünf-Satz-Sieg um. Nach dem 6:7(5),3:6,6:4,6:4,6:4-Erfolg übermannten Robredo die Emotionen. Nachdem er die vergangenen beiden Auflagen in Roland Garros wegen einer Beinverletzung verpasst hatte, weinte er über sein fixiertes nun fünftes Viertelfinale beim größten Sandplatzturnier der Welt.

Robredo schrieb auch Tennis-Geschichte, denn erst einmal ist es in den Aufzeichnungen einem Spieler gelungen, dreimal in Folge ein 0:2 in Sätzen umzudrehen. Niemand Geringerer als der legendäre Franzose Henri Cochet, eine der vier "Musketiere", hatte dies 1927 in Wimbledon geschafft.

Doch der Mann der Rekorde ist natürlich Roger Federer. Er hat am Sonntag nicht nur sein 900. Match auf Tour-Level gewonnen, sondern ist zum 36. Mal en suite ins Viertelfinale eines der vier Major-Turniere eingezogen. Zuletzt hat er 2004 bei einem der vier großen Events vor dem Viertelfinale verloren (3. Runde French Open gegen Gustavo Kuerten/BRA). Insgesamt ist es sein 40. In der Profi-Ära steht nun nur noch Jimmy Connors (USA) mit 41 Grand-Slam-Viertelfinali vor ihm. (APA, 2.6.2013)

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    Nach dem Spiel hatte Roger Federer wieder gut lachen, davor hatte er mit Gille Simon seine liebe Not.

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