Apple will künftig Kohlenstoff in mobilen Gadgets einsetzen

1. Juni 2013, 16:06
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IT-Riese brachte Graphen-Patent ein - Forscher arbeiten einstweilen an Kamera-Sensoren aus Kohlenstoff

Graphen, ein speziell modifizierter Kohlenstoff, soll künftig in den mobilen Gadgets von Apple eingesetzt werden. Das IT-Unternehmen aus Cupertino brachte ein Patent ein, welches die Kühlung von Lithium-Akkus durch Graphen vorsieht. In den meisten Smartphones oder Tablets findet sich Graphit, welches dort als Kühlkörper eingesetzt wird. Graphen soll in dieser Funktion zehn Mal effektiver sein und zusätzlich weniger Platz beanspruchen. Der modifizierte Kohlenstoff könnte so mehr Platz für einen größeren Akku bringen.

Akku-Ladung nach nur wenigen Minuten beendet

Doch nicht nur Raum ließe sich durch den Einsatz von Graphen einsparen, sondern auch Zeit. Eine Akku-Ladung soll durch den Kohlenstoff zehn Mal kürzer dauern, als bei den herkömmlichen Pendants. Ein Smartphone könnte man somit binnen weniger Minuten komplett aufladen.

Graphen-Kamerasensoren ebenso in Arbeit

Der "Wunderstoff" soll künftig nicht nur bei Akkus zum Einsatz kommen, sondern auch bei Kamerasensoren. Wissenschaftler aus Singapur würden laut einem Bericht von Engadget bereits an Graphen-Sensoren arbeiten, die 1000 Mal besser Licht einfangen als derzeitige CMOS oder CCD-Sensoren. Außerdem wären sie in der Lage zehn Mal weniger Energie zu verbrauchen, als die aktuellen Modelle. (red, derStandard.at, 01.06.2013)

  • Graphen.
    foto: epa/wei

    Graphen.

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