Mindestens zwölf Tote nach erneuten Tornados in Oklahoma

2. Juni 2013, 10:16
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Wirbelstürme verursachten im Mittleren Westen schwere Schäden

Chicago - Knapp zwei Wochen nach dem verheerenden Tornado im US-Bundesstaat Oklahoma ist die Gegend erneut von heftigen Wirbelstürmen heimgesucht worden. Mindestens zwölf Menschen kamen ums Leben, als am Freitag mehrere Tornados über das Gebiet hinwegfegten, wie die Behörden am Samstag (Ortszeit) mitteilten. Unter den Toten waren laut der örtlichen Katastrophenschutzbehörde zwei Kinder, fünf der Opfer konnten zunächst nicht identifiziert werden.

Im Bundesstaat Oklahoma wurden nach Behördenangaben neun Menschen getötet. In Missouri kamen drei weitere Menschen in Überschwemmungen ums Leben. Unklar war am Samstag, wie viele Menschen verletzt wurden. Nach Angaben der Lokalzeitung "The Oklahoman" wurden mindestens 87 Menschen in Krankenhäusern behandelt. Der Lokalsender KOCO berichtete von 77 Verletzten.

Laut den Behörden könnte es angesichts der Überschwemmungen einige Tage dauern, bis genaue Zahlen vorliegen. Verletzte gab es vor allem bei einer Reihe von Autounfällen. Auch durch umgestürzte Anhänger und Lkw wurden Menschen verletzt, wie eine Sprecherin der Autobahnpolizei dem Fernsehsender KFOR sagte. Die Menschen wurden aufgefordert, Straßen zu meiden. Mehr als 170.000 Menschen im Gebiet von Oklahoma City hatten keinen Strom.

Fünf Tornados rund um Oklahoma City

Berichten zufolge zogen insgesamt fünf Tornados mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 145 Kilometern die Stunde durch die Gegend um Oklahoma City. Dabei gingen teils sehr große Hagelkörner nieder. Dem Sender KOCO zufolge musste in Oklahoma City ein Wohnwagen-Park evakuiert werden.

Der Sender KFOR berichtete von schweren Schäden in El Reno und Yukon. Am Flughafen von Oklahoma City mussten Passagiere in einem unterirdischen Tunnel in Sicherheit gebracht werden, Flüge wurden gestrichen. Gegen 3.30 Uhr Ortszeit (10.00 Uhr MESZ) konnte der Flughafenbetrieb wieder aufgenommen werden.

Die Tornados zogen am Freitag im Mittleren Westen durch eine Gegend nahe der Stadt Moore, die bereits vor knapp zwei Wochen durch einen Wirbelsturm verwüstet worden war und durch den 24 Menschen ums Leben gekommen waren. Zwar hoben die Behörden nach den jüngsten Tornados den Notstand in Oklahoma wieder auf, die Warnungen vor Springfluten und heftigen Gewittern wurden aber aufrechterhalten.

Unwetter soll nach Osten ziehen

Dem Wetterdienst zufolge sollte das Unwetter am Samstag weiter nach Osten ziehen in Richtung der Täler der Flüsse Ohio und Mississippi. Im Bundesstaat Missouri, der an den Mississippi-Fluss grenzt, wurde bereits in der Nacht auf Samstag der Notstand ausgerufen. Der Gouverneur von Missouri, Jay Nixon, sprach angesichts der Überschwemmungen von einer "gefährlichen Lage". Im Bundesstaat Iowa erklärte Gouverneur Terry Branstad mehrere Bezirke zu Katastrophengebieten.

In den USA gibt es jährlich rund 1200 Tornados. Die meisten ereignen sich in den großen Ebenen von Oklahoma, Kansas und Texas. Am Samstag begann zudem offiziell die Hurrikan-Saison. (APA, 2.6.2013)

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    Umgestürzte Lastwägen versperrten Straßen.

     

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    Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes tobten mindestens 17 Tornados im Mittleren Westen der USA.

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    Die starken Unwetter haben eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

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