Zypern friert Vermögen von Ex-Bankmanagern ein

31. Mai 2013, 19:08
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Auf Veranlassung der Notenbank wurde der Zugriff auf Milliardengelder dreier Ex-Laiki-Banker gesperrt

Nikosia - Zypern hat vorübergehend die milliardenschweren Vermögen von drei Managern der abgewickelten Laiki-Bank eingefroren. Dies teilte die zypriotische Notenbank am Freitag mit, ohne Gründe für diesen Schritt zu nennen. Den Angaben nach wurden insgesamt fast 5,3 Milliarden Euro auf Eis gelegt. Es handle sich um die Vermögenswerte des griechischen Geschäftsmannes Andreas Vgenopoulos und zwei weiterer Griechen.

Anhörung geplant

Alle arbeiteten vormals als Direktoren bei der Laiki, die auch unter dem Namen "Popular Bank" bekannt ist. Außerdem soll die griechische Investmentfirma MIG, deren Chef Vgenopoulos ist, vorerst keine Zahlungen an die drei Männer mehr vornehmen. Eine Anhörung ist für den 11. Juni geplant.

Der Niedergang von Laiki trug maßgeblich dazu bei, dass der kleine Inselstaat von seinen Euro-Partnern im Frühjahr gerettet werden musste. Die im vergangenen Jahr verstaatlichte Bank war mit Hilfe von EZB-Geldern bis März am Leben gehalten worden. Dann fiel im Rahmen des Rettungsprogramms für Zypern die Entscheidung, das Geldhaus zu schließen. Dabei verloren Zigtausende Anleger Ersparnisse. (APA, 31.5.2013)

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