Ein Tausendstel von Warren Buffett

31. Mai 2013, 11:19
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Tracker-Zertifikat auf Berkshire Hathaway

Auch mit fast 83 Jahren überrascht Warren Buffett seine unüberschaubare Schar von Anhängern immer wieder aufs Neue: Am 2.5. setzte er seinen ersten Tweet über Twitter ab: „Warren is in the house.“ Es folgte der Hinweis auf ein Essay, nach dem Frauen der Schlüssel zu Amerikas Prosperität sind. Innerhalb kürzester Zeit hatte die Investment-Legende eine große Anzahl „Follower“, aktuell mehr als 450.000 – damit lässt er so manchen Prominenten und Politiker alt aussehen. 

Zugang zur teuersten Aktie der Welt

Buffets Investment-Stil des Value-Ansatzes, d.h. des langfristigen Engagements in unterbewerteten, grundsoliden und dividendenstarken (Substanz-)Werten bringt mittlerweile seit Jahrzehnten in auch Perioden schwächelnder Konjunktur immer satte Renditen. Seine Gesellschaft, Berkshire Hathaway, wurde bereits 1955 gegründet und war im Textilbereich tätig, bevor Buffet in den 1960er Jahren einstieg und das Unternehmen zum Mischkonzern umbaute. Dieser gehört heute zu den 25 größten Unternehmen der USA und beschäftigt allein in den vollständig kontrollierten Gesellschaften mehr als 260.000 Menschen; zudem ist Berkshire Hathaway einer der größten Steuerzahler der Vereinigten Staaten. Derzeit ist die Aktie von Berkshire Hathaway die optisch teuerste Aktie der Welt: An der New Yorker Börse schlossen BRK (A-Shares) am Montag mit 166.020 US-Dollar. Der Höchstkurs wurde am 20.5. mit 170.250 US-Dollar notiert, das 12-Monats-Tief lag am 1.6.2012 bei 118.000 US-Dollar. Die übliche Geld-Brief-Spanne liegt bei etwa einem halben Prozent des Kurswertes, wer die Aktie an deutschen  Börsenplätzen handelt, zahlt noch etwas mehr.

Die UBS bietet ein Investmentvehikel an, das es dem Privatanleger ermöglicht, auch in kleinen Tranchen auf die Strategie Warren Buffets zu setzen. Unter der ISIN DE000UB87S74 partizipiert ein Open End Zertifikat mit dem Bezugsverhältnis eines Tausendstels an der Entwicklung der Berkshire Hathaway-Aktie. Die Geld-Brief-Spanne im Zertifikat liegt bei nur 0,4 Prozent; dafür ist eine Managementgebühr von 0,1 Prozent pro Quartal fällig, die sich aus dem Risiko der Größentransformation erklärt, welche die UBS übernimmt. Solange Berkshire Hathaway die Dividendenpolitik nicht ändert – traditionell werden Erträge nicht ausgeschüttet, sondern in neue Übernahmeprojekte investiert – entstehen dem Anleger keine Nachteile aus der Tatsache, dass das Zertifikat lediglich den Preis der Aktie reflektiert. 

ZertifikateReport-Fazit: Über das Zertifikat können Anleger – ganz im Sinne Buffets – ihr Portfolio mit der Beimischung des  Value-Ansatzes diversifizieren. Da das Zertifikat nicht währungsgesichert ist, übernehmen die Anleger ein Wechselkursrisiko gegenüber dem US-Dollar.

Walter Kozubek ist Mitarbeiter des ZertifikateReports und HebelprodukteReports. Die kostenlosen PDF-Newsletter erscheinen wöchentlich.
Weitere Infos: www.zertifikatereport.de und www.hebelprodukte.de.

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