US-Soldat gesteht Mord an 16 Afghanen

5. Juni 2013, 19:50
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Laut Anwalt: Todesstrafe bleibt Robert Bales nach Handel mit Justiz wohl erspart

Washington/Kabul - Ein US-Soldat hat sich am Mittwoch schuldig bekannt, ein Massaker an Zivilisten mit 16 Toten in Afghanistan begangen zu haben. Wie die Zeitung "Seattle Times" meldete, erschien US-Unteroffizier Robert Bales vor einem Militärgericht auf seinem Stützpunkt Lewis-McChord bei Seattle im Bundesstaat Washington. Mit seinem Eingeständnis hoffe der Angeklagte, der Todesstrafe zu entgehen. Eine direkte Bestätigung von dem Gericht gab es zunächst nicht.

Dem 39-jährigen Bales wird vorgeworfen, im März 2012 die Zivilisten, darunter viele Kinder, in der südafghanischen Provinz Kandahar vorsätzlich getötet zu haben. Seine Anwältin Emma Scanlan erklärte dem Gericht, Bales bekenne sich schuldig wegen der Morde an 16 Zivilisten und die Angriffe auf sechs weitere Afghanen.

Den Vorwurf, der Soldat habe versucht, die Ermittlungen zu behindern, indem er einen Laptop zerstörte, weise er jedoch von sich. Hier plädiere Bales auf "nicht schuldig". Zum Zeitpunkt seines Amoklaufs hatte sich der US-Soldat bereits zum vierten Mal in Folge in einem Kriegseinsatz befunden. (APA, 5.6.2013)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Gerichtszeichnung zeigt den geständigen Verdächtigen Robert Bales.

     

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