Bis zu 4000 Hisbollah-Kämpfer in Syrien im Einsatz

    29. Mai 2013, 19:00
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    Schätzungen von französischen Geheimdiensten

    Paris - Die syrische Armee wird nach französischen Erkenntnissen im Kampf gegen die Rebellen von bis zu 4000 Milizionären der libanesischen Hisbollah unterstützt. Die Schätzungen reichten von 3000 bis 10.000, erklärte Außenminister Laurent Fabius am Mittwoch. Die französischen Geheimdienste gingen von 3000 bis 4000 Hisbollah-Aktivisten in Syrien aus.

    Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah hatte am Wochenende den Einsatz von Kämpfern seiner Organisation im Nachbarland bestätigt. Sie sind unter anderem an der Offensive gegen die strategisch wichtige Grenzstadt Kusair beteiligt. Die UN-Menschenrechtsbeauftragte Navi Pillay warnte, sollte die Bedeutung der proiranischen Miliz deutlich zunehmen, würde dies die Sicherheit in der Region gefährden.

    Assad-Gegner zerstritten

    Präsident Baschar al-Assad gehört der Religionsgemeinschaft der Alawiten an, die ihre Wurzeln im schiitischen Islam hat. Assads Gegner stammen vor allem aus der sunnitischen Bevölkerungsmehrheit. Sie sind aber zerstritten. So ist beispielsweise offen, ob sich die Rebellen an einer Friedenskonferenz in Genf Mitte Juni beteiligen werden.

    Verhandlungen der Assad-Gegner in Istanbul sind festgefahren. In die Bemühungen, den Stillstand zu überwinden, schaltete sich am Mittwoch auch der türkische Außenminister Ahmed Davutolgu ein. (Reuters, 29.5.2013)

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