Drei Tage lang "Tomorrow Festival"

29. Mai 2013, 18:26
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Musikfestival im Tullnerfeld mit Anti-Atom-Konferenz, veranstaltet von Global 2000

Zwentendorf - Ein   Zeichen gegen Atomenergie zu setzen sei das Ziel des am Donnerstag startenden viertägigen "Tomorrow Festival", erklärte der niederösterreichische Umweltlandesrat Stephan Pernkopf in einer Pressekonferenz am Mittwoch in Wien. Begleitend zu den künstlerischen Acts auf dem Gelände des 1978 nach einer Volksabstimmung nicht in Betrieb gegangene Atomkraftwerks Zwentendorf findet auch eine von Global 2000 initiierte internationale Anti-Atom-Konferenz mit Experten aus 18 Ländern statt. 

Für die Sängerin der Band "Zweitfrau", Diana Lueger, die das Festival moderieren wird, hat das "Tomorrow Festival" einen ganz besonderen Reiz: "Es ist das erste Festival mit einem österreichischen Umweltzeichen." Regionales Bio-Essen, Mehrweggebinde, Müllvermeidung und die Anreise mit dem Fahrrad würden einen nachhaltigen Lebensstil widerspiegeln. "Wir wollen schaffen, dass Green-Festivals zum Standard werden und wir dabei eine Vorreiterrolle einnehmen", so Lueger.

Das Musikprogramm läuft von Donnerstagnachmittag bis Sonntagmorgen und ist breit gelagert, neben der Hauptbühne gibt es etwa ein Elektronik-Zelt und einen "Psytrance Circus".  Headliner sind die Kaiser Chiefs, Maximo Park und Die Fantstischen Vier.

Umweltlandesrat  Pernkopf sprach sich deutlich gegen die geplante Förderung für Atomenergie durch die EU aus: "Dies ist absolut inakzeptabel, denn der rege AKW-Ausbau in unseren Nachbarländern und die ungelöste Haftungsfrage nach AKW-Unfällen können nicht die Lösung auf eine nachhaltige Energiezukunft sein". Er forderte die Europäische Kommission auf, dass bis 2015 von allen europäischen Ländern mit Atomkraftwerken ein Ausstiegsplan aus dieser Form der Energiegewinnung vorgelegt werden müsse.

Ähnlich sah dies auch Global 2000-Geschäftsführer Reinhard Uhrig: "Unser Ziel ist es, mit diesem Festival Kräfte zu bündeln, um gegen Atomkraft einzutreten." Ein erster Schritt in diese Richtung würde durch die Stromkennzeichnungspflicht in Österreich, die noch in dieser Legislaturperiode im Parlament beschlossen werden soll, gesetzt werden. Aber nachhaltig sei letztendlich nur, in Zukunft den Neubau solcher "Dreckschleudern" international zu verhindern, so Uhrig.   (APA, 29.5.2013)

  • Photovoltaik statt Kernenergie kennzeichnet nun den Festival-Standort Zwentendorf.
    foto: evn / günter kargl

    Photovoltaik statt Kernenergie kennzeichnet nun den Festival-Standort Zwentendorf.

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