Tea-Party-Ikone Bachmann wird sich aus Kongress verabschieden

29. Mai 2013, 17:53
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Republikanerin hatte sich um US-Präsidentschaftskandidatur bemüht

Washington - Die republikanische Abgeordnete Michele Bachmann, Liebling der erzkonservativen Tea-Party-Bewegung im US-Präsidentschaftswahlkampf 2012, hat ihren Abschied aus dem Kongress angekündigt. Bachmann erklärte am Mittwoch, sie werde sich im kommenden Jahr nicht um eine fünfte Amtszeit im Repräsentantenhaus bewerben.

Im US-Präsidentschaftswahlkampf 2012 sorgte Michele Bachmann noch als Liebling der erzkonservativen Tea-Party-Bewegung für Wirbel, nun hat ihren Abschied aus dem Kongress angekündigt. Bachmann erklärte am Mittwoch, sie werde sich im kommenden Jahr nicht um eine fünfte Amtszeit im Repräsentantenhaus bewerben.

Hinweis auf Missbrauch von Wahlkampfgeld

Ihre Zukunftspläne ließ die 57-jährige Politikerin aus dem Bundesstaat Minnesota im Dunkeln, schloss aber eine neuerliche Kandidatur für ein politisches Amt nicht aus. Bachmann sagte in einem auf ihrer Internetseite veröffentlichten Video, es gebe keine Option "direkt in der politischen Arena oder woanders", die sie nicht ernsthaft in Erwägung ziehen würde, "wenn ich helfen kann, unsere großartige Nation für künftige Generationen zu schützen".

Die scheidende Abgeordnete betonte, dass ihr abrupter Abschied nichts mit Untersuchungen ihrer Präsidentschaftskampagne durch die Ethikwächter im Kongress und die Bundeswahlbehörde zu tun habe. US-Medien hatten im März berichtet, dass es Hinweise auf einen Missbrauch von Wahlkampfgeldern gebe.

Außerdem versicherte Bachmann, dass sie mit ihrem Rückzug keineswegs einer befürchteten Niederlage zuvorkomme. Bei der jüngsten Wahl im November hatte sie ihren Wahlkreis nur mit einem hauchdünnen Vorsprung gegen den demokratischen Herausforderer Jim Graves verteidigen können. Umfragen sahen den reichen Hotelmanager Graves zuletzt vor der Amtsinhaberin.

Gegen Abtreibung und Homo-Ehe

Bachmann schaffte als Galionsfigur der Tea-Party-Bewegung den Sprung auf die nationale Politikbühne. Die frühere Steueranwältin prangerte einen Ausbau des Staats unter Präsident Barack Obama an, den das konservative Lager vor allem an der umstrittenen Gesundheitsreform festmachte.

Außerdem pflegte Bachmann ein Bild von sich als evangelikale Christin, die gegen Abtreibung und Homo-Ehe zu Felde zog. Ihre Präsidentschaftsbewerbung war allerdings schnell vorbei: Nach einem enttäuschenden Abschneiden bei der ersten Vorwahl der Republikaner in Iowa im Jänner 2012 schied sie aus dem Rennen aus. (APA, 29.5.2013)

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