Microsoft zu Xbox-One-Kritikern: "Wir kriegen es auf die Reihe"

29. Mai 2013, 15:41
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Xbox-Chef verspricht: "System wurde von Spielern für Spieler entwickelt"

Nach einer Woche harscher Kritik an Microsofts schwammiger Kommunikation zur Xbox One hat sich Xbox-Chef Aaron Greenberg nun persönlich zur Lage geäußert. "Danke an alle für eure Rückmeldungen, wir hören definitiv zu", so die Ansage an alle enttäuschten Gamer, die sie sich vom Microsoft einen stärkeren Fokus auf Spiele und nicht auf Multimedia-Funktionen erhofft hatten. "Die Stimmung ist positiv, es ist gut, sagen zu können, woran wir arbeiten. Aber ist gibt zu viele Details, um sie alle an einem Tag besprechen zu können. Bleibt dran", schreibt Greenberg über Twitter (via MCV).

Kritik an den Medien

Gleichzeitig kritisiert Greenberg die Berichterstattung der Medien. "Viele Schlussfolgerungen wurden auf Basis weniger Fakten gezogen. Wir werden mehr auf der E3 verraten. Wir kriegen es auf die Reihe. Vertraut mir, unser System wurde von Spielern für Spieler entwickelt. Bei der E3 dreht sich alles um Games." Tatsächlich waren es vielfach Microsoft-Mitarbeiter selbst, die mit unklaren Aussagen zu strittigen Themen wie Kopierschutzsystem, Gebrauchtspiele und Online-Zwang die Spekulationen in Gang brachten. Einige Fakten mussten dem Unternehmen sprichwörtlich aus der Nase gezogen werden, zu anderen Punkten gab es gar keine Stellungnahmen. 

Auch gab Microsoft mit der ersten Xbox One-Präsentation ein deutliches Zeichen von sich, dass die neue Konsole mit TV-Integration und Skype ein Publikum abseits von Spielern ansprechen soll. Zudem bestätigte man, dass die Hardware nicht allein im Hinblick auf Games konzipiert wurde.  

Eine Milliarde für Games

Greenberg versicherte aber, dass man aber dennoch auch weiterhin Indie-Entwickler unterstützen wolle. "Sie sind wichtig für unsere Zukunft und viele von ihnen waren Teil des Erfolgs der Xbox 360."

Official Xbox Magazine berichtet unterdessen, dass Microsoft in Summe eine Milliarde Dollar in die Entwicklung von Xbox One-Spielen investiert. Über welchen Zeitraum diese Investition erfolgt, ist nicht bekannt. 15 exklusive Games für die neue Konsole, die noch im ersten Jahr erscheinen sollen. Eine Zahl, die unter Beobachtern jedoch genauso für Misstrauen sorgte, wie das Versprechen, dass die Rechenleistung der Xbox One durch Serverkapazitäten künftig vervielfacht werde. Gut möglich, dass Microsoft hier viele Werke für Kinect und auch kleinere Download-Games miteinrechnet und nicht nur von Vollpreistiteln spricht. Wirtschaftlich betrachtet erscheint es auch nicht sinnvoll, den Markt in so kurzer Zeit mit so vielen Vollpreis-Games zu überfluten, da sich die Produkte gegenseitig den Markt wegnehmen würden. (Zsolt Wilhelm, derStandard.at, 29.5.2013)

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