Wie man sein Kind vor "Grooming" im Netz schützen kann

29. Mai 2013, 11:25
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Bundeskriminalamt: Niemals einen Chatfreund ohne Begleitung eines Erwachsenen treffen

Der Tatbestand "Grooming" (Anbahnung von sexuellen Kontakten zu Kindern) im Internet ist mit der Novelle des Sexualstrafrechts ausgeweitet worden. Eltern sollten aber auch weiterhin ihre Kinder vor den Gefahren im Internet schützen. Das Bundeskriminalamt (BK) hat dafür folgende Tipps.

"Kinder und Jugendliche sollten darauf vorbereitet werden, dass der Gesprächspartner im Internet oft nicht der ist, für den er sich ausgibt. Erklären Sie ihnen, dass sie diesen Umstand in Chaträumen als auch in den sozialen Netzwerken stets bedenken sollten ", sagte Mario Hejl, Sprecher des BK.

Klärung

Grundsätzlich sollte dem Kind erklärt werden, welche Medieninhalte genutzt werden dürfen und welche nicht. Zudem ist es laut den Experten des BK wichtig, zu wissen, wo sich das Kind im Internet überhaupt aufhält, welche Chats bzw. Social-Media-Seiten es besucht. Man sollte dann mit dem Nachwuchs etwaige Gefahren auf solchen Seiten besprechen.

Eltern können mit ihrem Kind auch konkrete Verhaltensweisen üben, wie es sich vor sexueller Belästigung und Missbrauch im Netz schützen kann. "Verbale sexuelle Belästigung können Kinder und Jugendliche manchmal schon mit einem klaren Nein beenden", so Hejl. Eines sollte auf unbedingt verhindert werden: Dass das Kind einen unbekannten Chatfreund ohne Begleitung eines Erwachsenen persönlich trifft.

Auch das aktive Verhalten des Kindes müsse laut BK besprochen werden. "Diskutieren Sie darüber, welche Bilder ins Netz gestellt werden. Denken Sie daran, dass auf die Gefühle des Betrachters keine Einflussmöglichkeit besteht!", riet der BK-Sprecher. (APA, 29.5. 2013)

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