HOSI Wien soll UN-Beraterstatus erhalten

29. Mai 2013, 11:42
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Empfehlung des NGO-Komitees an den Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen wurde am Dienstag ausgesprochen

Die Vereinten Nationen sprachen am Dienstag der Homosexuellen Initiative Wien (HOSI) die Empfehlung für den Beraterstatus zu. Dieser sogenannte Konsultativstatus ermöglicht NGOs, an UN-Meetings teilzunehmen, schriftliche und/oder mündliche Berichte abzugeben und auf UN-Gelände Veranstaltungen zu organisieren. Der Antrag, um Beraterstatus zu erhalten, wurde von der HOSI bereits 2007 gestellt. Der Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen als das zuständige Organ muss darüber im Juli noch abstimmen, allerdings sei dies laut Kurt Krickler, Generalsekretär der HOSI-Wien, eine reine Formsache.

"Wir sind daher besonders erfreut, dass es nun endlich gelungen ist, eine positive Entscheidung herbeizuführen", so Krickler in einer Aussendung, der den Antrag für die HOSI Wien federführend betreute. Die Entscheidung über den Beraterstatus der HOSI-Wien zog sich über Jahre, weil einige Länder den Status von Lesben- und Schwulenorganisationen in der UN generell in Frage stellen und verhindern wollen. Umso erfreulicher für die HOSI-Wien, dass neun Länder - Belgien, Bulgarien, Indien, Israel, Nicaragua, Peru, Türkei, USA und Venezuela - dem Antrag nun zustimmten.

Abstimmung: Reine Formsache

Für die HOSI-Wien, so der Generalsekretär, sei die Entscheidung eine "große Ehre und bedeutet große Anerkennung", zumal davor erst einem Dutzend anderen LGBT-Organisationen dieser Status zuerkannt wurde. Damit kann sich die HOSI Wien auch über die UNO vernetzen und Informationen über Menschenrechtsverletzungen und Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität weltweit austauschen. (red, dieStandard.at, 29.5.2013)

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