Hirsch Servo bleibt in Verlustzone

29. Mai 2013, 09:06
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Langer Winter und schwache Konjunktur in Europa setzen Kärntner Unternehmen zu

Wien/Klagenfurt - Der börsenotierte Kärntner Maschinenbauer und Verpackungshersteller Hirsch Servo ist auch den ersten neun Monaten 2013/13 in der Verlustzone geblieben. Operativ konnte das Unternehmen das Minus etwas verringern, der Bilanzverlust erhöhte sich aber per 31.3. auf 19,1 Mio. Euro, nach 15,8 Mio. Euro Verlust Ende Juni 2012. Die Gespräche über eigenkapitalstärkende Maßnahmen würden "vom Zeitablauf her gesehen erwartungskonform" und "inhaltlich positiv" verlaufen, erklärte Hirsch Servo am Mittwoch. Darüber hinaus führe man, wie seit April bekannt, "Sondierungsgespräche mit potenziellen Investoren".

Dämmstoffe schwächeln

Das Betriebsergebnis (EBIT) verbesserte sich in den ersten drei Quartalen 2012/13 gegenüber der gleichen Vorjahresperiode von -3,0 auf -2,0 Mio. Euro, und beim Vorsteuerergebnis (EGT) verringerte sich der Abgang von -5,5, auf -3,8 Mio. Euro. Das Periodenergebnis verbesserte sich auf -3,7 (-5,5) Mio. Euro, doch sank die Eigenkapitalquote auf 3,2 Prozent nach noch 7,6 Prozent Ende Juni. Die Umsätze stiegen leicht um 2 Prozent auf 62,5 (61,1) Mio. Euro. Ende März beschäftigte Hirsch Servo 561 (572) Mitarbeiter, im Jahresschnitt sank der Personalstand auf 575 (584).

Im Ausblick auf das Gesamtjahr 2012/13 erwartet das Kärntner Unternehmen zwar im umsatzmäßig kleinen Geschäftsfeld Technologie ein positives operatives Ergebnis. Doch sei für das Hauptgeschäftsfeld EPS-Verarbeitung (mit den beiden Bereichen EPS-Verpackungen und EPS-Dämmstoffe, also Polystyrol) "aus heutiger Sicht von einem rückläufigen Ergebnis auszugehen". Grund dafür sei der lange und schneereiche Winter sowie das anhaltend schwache wirtschaftliche Umfeld in der Eurozone.

Teure Rohstoffe

In den ersten drei Quartalen legte in der EPS-Verarbeitung der Umsatz auf 53,1 (52,1) Mio. Euro zu, doch verschlechterte sich das EBIT auf -2,2 (-1,0) Mio. Euro. Begründet wird dies mit niedrigeren Deckungsbeiträgen aufgrund von Rohstoffpreiserhöhungen sowie Aufwendungen zur Umsetzung eigenkapitalstärkender Maßnahmen.

Im Geschäftsfeld Technologie stieg der Neunmonats-Umsatz auf 9,5 (9,1) Mio. Euro, und das EBIT drehte ins Plus auf 0,15 (-1,69) Mio. Euro. (APA, 29.5.2013)

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