Kikeriki! Toni Hubmann züchtet Freiland-Hähne

31. Mai 2013, 17:06
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Männliche Küken werden aussortiert - Der Eier-Toni Hubmann hat sich jetzt ihrer angenommen und züchtet Freiland-Hähne

Falls sich jemand fragt, warum es im Supermarkt immer nur Hendln zu kaufen gibt, aber nie, niemals, never einen Hahn: Die Wahrheit ist, wie fast alles in der Hühnermast, sehr traurig. Weil Hähne angeblich aufwändiger in der Aufzucht sind, werden männliche Küken am Tag des Schlüpfens (!) aussortiert, um den Weg alles Irdischen zu gehen.

Dass sich der Eier-Toni Hubmann jetzt dessen angenommen hat und Freiland-Hähne in richtig großem Stil züchtet, kann ihm deshalb gar nicht hoch genug angerechnet werden.

Unregelmäßige Schlachttermine

Effektiv schenkt er den Hähnen damit ein Leben, das ihnen bislang aus Prinzip verwehrt war, und zwar keineswegs in bloß symbolischer Stückzahl, sondern in einer Menge, mit der ab sofort jede bessere Billa-Filiale beliefert werden kann. Details gibt es an untenstehender Webadresse.

Weil die Schlachttermine noch unregelmäßig sind, werden die Hähne einstweilen nur schockgefrostet angeboten. Tut der Qualität des kraftvollen Fleisches aber keinen merkbaren Abbruch. Der Preis kann erstaunen, orientiert er sich doch am international üblichen für langsam gewachsenes Qualitätsgeflügel.

Jedoch: Wann kann man sich sonst so sicher sein, mit seinem Sonntagsbraten ein Leben ermöglicht zu haben? Und, dem Geschmack nach zu schließen: alles andere als ein schlechtes. (corti, Rondo, DER STANDARD, 31.5.2013)

  • Junghahn im Sack: um € 19,90/kg in größeren Billa-Filalen.
    foto: der standard

    Junghahn im Sack: um € 19,90/kg in größeren Billa-Filalen.

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